«Mmmhsrschtpfrrrhhh» – wie eine Schnarchspange auch für lustige Momente sorgen kann
«Mmmhsrschtpfrrrhhh» – wie eine Schnarchspange auch für lustige Momente sorgen kann
Schnarchen ist in vielen Beziehungen ein Ärgernis. Auch bei unserem Kolumnisten. Eine Schnarchspange ist die Lösung. Und sorgt auch für Lacher.
Schnarchen kann immer wieder zu Streitereien führen.
Bei fast jeder dritten Scheidung wird unter anderem als Grund das Schnarchen des Partners oder der Partnerin angegeben. Wohlgemerkt, die Scheidungsrate beträgt etwa 40 Prozent. Rund dreieinhalb Millionen Menschen in der Schweiz leben derzeit in einer Ehe. Davon lassen sich statistisch gesehen 1,4 Millionen scheiden, also rund 420'000 davon wegen des Schnarchens. Eine stattliche Zahl. Schnarcher sind nicht nur in der SAC-Hütte ein Ärgernis, sondern stellen ein volkswirtschaftliches, ja zivilisatorisches Problem dar. Würde nicht geschnarcht, hätten wir viel weniger Trennungen, Streitereien und Scheidungsanwälte.
Zugegeben, die Faktenlage ist wackelig, stammt die erstgenannte Behauptung doch von einem Unternehmen, das Anti-Schnarch-Hilfsmittel verkauft und deshalb ein Interesse daran hat, Schnarchen als Problem darzustellen. Sicher ist: Auch ich gehöre zu den notorisch Schnarchenden. Ich habe alles Mögliche probiert – Sprays, Salben, diverse Nasenklammern, Kissen am Rücken. Ohne Erfolg. Die leicht gereizten Bemerkungen meines Umfelds, vor allem seitens meiner Frau, häuften sich. Schliesslich verlegte ich meinen Schlafplatz in den oberen Stock. Schnarchen als Beziehungskiller?
Schliesslich entdeckte ich die Schnarchspange, ein Ding aus Plastik, das man sich wie ein Gebiss in den Mund stopft. Für mich eher unangenehm, für den Rest der Welt ein Segen. Endlich eine Lösung gefunden. Ob wir deswegen immer noch ein Paar sind, kann ich nicht beurteilen. Falls Humor wirklich so wichtig ist, wie viele Paartherapeuten behaupten, dann ja.
Als ich kürzlich einen Albtraum hatte, meine Frau mich schubste und fragte, was los sei und ich wegen dem Ding in meinem Mund im Halbschlaf mit einem erstickten «Mmmhsrschtpfrrrhhh» antwortete, gab es kein Halten mehr. Sie kriegte sich kaum mehr ein vor Lachen. Seither bildet diese Anekdote ein sicherer Höhepunkt an jedem Familienanlass. Ich selber find’s jetzt nicht so lustig und die Spange wie bereits erwähnt etwas lästig. Aber ich erachte es als meinen Beitrag zur Beziehungsarbeit – typisch Mann: ohne viele Worte.
Der Journalist Robert Bossart lebt in Altwis. Am Freitag äussern sich jeweils Gastkolumnisten und Redaktorinnen unserer Zeitung zu einem frei gewählten Thema.
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