Mit flüchtigen Bekanntschaften zum Erfolg bei der Jobsuche?
Mit flüchtigen Bekanntschaften zum Erfolg bei der Jobsuche?
Dem Schweizer Jobmarkt gings schon besser. Stellensuchende stehen vor Schwierigkeiten. Sogenannte schwache Beziehungsnetzwerke können helfen.
Junge Hochschulabgängerinnen haben zunehmend Schwierigkeiten bei der Stellensuche. Jüngst häufen sich Medienberichte, wonach insbesondere Abgänger der Betriebs- und Informatikwissenschaften auf grössere Widerstände stossen bei der Suche nach Einstiegsjobs. Geschuldet sei dies künstlicher Intelligenz und kurzsichtiger Personalplanung.
Dass die Suche nach einer Arbeitsstelle ein komplexes Problem darstellt, ist indes nichts Neues. Als der amerikanische Soziologe Mark Granovetter Ende der 1970er-Jahre untersuchte, wie Menschen neue Jobs finden, richtete er den Blick nicht auf enge Freundschaften oder familiäre Beziehungen, sondern auf lose Bekanntschaften: ehemalige Studienkollegen, flüchtige Kontakte, Nachbarinnen oder frühere Arbeitskollegen.
Diese sogenannten schwachen Bindungen, so Granovetter,........
