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Berliner für Beharrlichkeit

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02.07.2026

Berliner für Beharrlichkeit

Auf dem Land lernte man früher noch das gepflegte Warten, erinnert sich der Autor. Eine Disziplin, die der heutigen Jugend abhandengekommen ist.

Einfach mal sitzen und nichts tun: heute nur noch selten.

Als mein Hauptfortbewegungsmittel ein rotes Ciao und mein Hauptmusikabspielgerät ein roter Walkman waren, lümmelte ich gerne mit meinen Kollegen vor einer Bäckerei in einer Luzerner Landgemeinde herum. In meiner Erinnerung hatten wir in jenen Jahren nach der Schule jeweils überhaupt nichts zu tun; unsere Schulnoten und unser Betragen waren über alle Massen hervorragend. Jedenfalls waren wir überall im Dorf die beliebten Jungs mit den coolen Frisuren und den schnellen Töfflis.

Beliebt waren wir zum Beispiel bei ebenjenem Bäcker. Kurz vor Ladenschluss belohnte er unser stundenlanges Herumlümmeln mit einer Ladung Gratis-Berliner. Es war der gerechte Lohn für harte Sitzarbeit auf dem Bänkli an der Sonne.........

© Luzerner Zeitung