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Plastik gehört in den Kreislauf, nicht in den Abfall

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08.07.2026

Plastik gehört in den Kreislauf, nicht in den Abfall

Von Christopher Rohrer

Kritiker zweifeln am Nutzen des Plastiksammelns. Gastautor Christopher Rohrer hält dagegen: Rezyklierter Kunststoff verursacht deutlich weniger CO2 als neuer – und jede korrekt getrennte Verpackung macht einen messbaren Unterschied.

Noch immer landen fast alle Plastikverpackungen in der Kehrichtverbrennung.

Wir verbrennen in der Schweiz noch immer viel zu viel Plastik. Jährlich verbrauchen wir hierzulande rund 195 000 Tonnen Plastikverpackungen und Getränkekartons. Rezykliert werden davon gerade einmal drei Prozent, der grosse Rest landet in der Kehrichtverbrennung.

Das müsste nicht so sein. Bei mir in der Küche hängt seit einiger Zeit neben dem Kehrichtsack ein Plastiksammelsack. Seither beobachte ich, dass sich der Sack für Kunststoff dreimal schneller füllt als der herkömmliche «Ghüdersack». Im Selbstversuch wurden mir zwei Dinge klar: Wir verbrauchen zu viele Kunststoffverpackungen. Dabei ist Plastik kein Abfall, sondern ein Rohstoff, den wir wiederverwerten sollten.

Glas, Aluminium, PET und Karton sammeln wir bereits seit Jahren mit grossem Erfolg. Nur beim Haushaltsplastik fehlte in der Schweiz lange eine einfache, flächendeckende Lösung. Genau hier setzt RecyPac an: ein schweizweites Plastiksammelsystem, aufgestellt als Non‑Profit‑Organisation. Ein Sack ist in der Regel ein wenig günstiger als ein kommunaler........

© Luzerner Zeitung