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Stade: Patriarchale Gewalttat statt Sorgerechtsstreit

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02.07.2026

Stade: Patriarchale Gewalttat statt Sorgerechtsstreit

In Stade hat am Montag ein Mann sechs Menschen aus einer Mutter-Kind-Einrichtung und des Jugendamtes erschossen, mit denen er zu einem Gespräch bezüglich des Sorgerechts für sein Kind verabredet war. Medien sprechen von Familiendrama oder Sorgerechtsstreit und verschleiern damit die patriarchale Komponente dieser schrecklichen Tat.

Beiden Elternteilen wurde zuerst das Sorgerecht entzogen, später erhielt die Mutter es wieder zurück unter der Auflage, sich nicht mehr zuhause mit dem Kind, sondern in der Mutter-Kind-Einrichtung aufzuhalten. Da der Mann schon früher als aggressiv aufgefallen war, wurde das Hilfeplangespräch, bei dem es um das Sorgerecht des Vaters gehen sollte, unüblicherweise mit vielen Mitarbeitenden geführt. Bei diesem Gespräch erschoss er sechs Mitarbeitende der Einrichtung und des Jugendamtes.„Sorgerechtsstreit“ ist das erste Wort des Titels eines Berichtes auf Instagram des Tagesspiegels über die Tat. „Familiendrama“ findet sich im Titel eines anderen Berichts. Begriffe, die daran erinnern, wie oftmals in bürgerlichen Medien über patriarchale Gewalt oder Femizide berichtet wird. Begriffe, die verschleiern, dass es bei solchen Taten meist sexistische Motive gibt, die eine strukturelle Komponente der Unterdrückung haben, die sich durch unser System zieht und nicht etwa vermeintlich Privatsache sind. So liegt auch bei diesem Fall nahe, dass die Morde aus einer solchen Motivation heraus passiert sind. Es ging vermutlich darum, sich nicht von anderen Leuten sagen zu lassen, wie der Umgang mit seinem Kind (oder gegebenenfalls auch mit seiner Expartnerin) auszusehen habe.

Instrumentalisierung für rassistische Hetze

In den ersten Berichten zur Tat wird sofort dazu gesagt, dass der Mann........

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