24-Stunden-Streik an den Seehäfen: Solidarität mit den Beschäftigten
24-Stunden-Streik an den Seehäfen: Solidarität mit den Beschäftigten
Ab Montagabend ruft ver.di rund 11.000 Beschäftigte der deutschen Seehäfen zu einem 24-stündigen Streik auf. Nach zwei Verhandlungsrunden lehnten die Beschäftigten das Angebot der Arbeitgeber ab. Wir stehen solidarisch mit den Kolleg:innen.
Seit Juli verhandelt ver.di mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) über einen neuen Tarifvertrag für die rund 11.000 Beschäftigten der deutschen Seehäfen Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Emden, Brake und Wilhelmshaven. Ver.di fordert eine Lohnerhöhung um 8,2 Prozent, mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde, mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die ZDS bot lediglich 5,1 Prozent mit einer Laufzeit von 19 Monaten an sowie 300 Euro mehr Urlaubsgeld. Etwa 6100 Beschäftigte beteiligten sich laut ver.di an einer Befragung, in der das Angebot mehrheitlich abgelehnt wurde. Insbesondere die lange Laufzeit und die geringen Erhöhungen für unteren Lohngruppen wurden dabei kritisiert.
Bereits im Jahr 2022 gab es eine monatelange Auseinandersetzung der Hafenbeschäftigten. Nach zehn Verhandlungsrunden endete der Streik 2022 mit einem sehr gemischten Ergebnis. Die Beschäftigten hatten 9,4 Prozent Lohnsteigerung auf 24 Monate erkämpft. Diese Zahl galt jedoch nur für die Vollcontainerbetriebe, für die konventionellen und Stückgutbetriebe waren es nur 7,9 Prozent. In den Betrieben der Kategorie C, für die ein Beschäftigungssicherungstarifvertrag gilt, waren es sogar nur 6 Prozent. Die........
