Bürokratieopfer des Tages: Die Mehlschwalbe
Vorgestern saß ich im Ballsaal meines Frankfurter Herrenhauses und sinnierte dumpf vor mich hin, und auf einmal rief er hinein in meine Stube, miauend, der Mäusebussard, der Paul Lafargue unter den heimischen Gefiederten. Ich musste gar nicht auf den Balkon gehen und den Blick nach oben richten. Ich sah ihn vor dem inneren Auge seine Kreise buddhistisch ins herbstliche Blau zeichnen, meinen alten, treuen Freund, der mich schon als Kind durch seine äußerst reduzierte Tätigkeitsbereitschaft und seinen Freiheitswillen begeistert hatte.
Der Mäusebussard spricht nur, sofern er Lust hat. Die Mehlschwalbe ist habituell sein Gegenstück oder -bild: unbändig agil, schnittig........
