Wiener Blut
27. Oktober 2026 – 16. Cheschwan 5787
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Ulrike Ottinger lädt in der Horrorkomödie »Die Blutgräfin« zum morbiden Vampirvergnügen und schwelgt in opulenten Bildern. Isabelle Huppert geht perfekt gestylt auf Beutezug
»Völlig entleerte Opfer!« - die Aufregung ist groß in Wien. Baron Rudi Bubi von Strudl zur Buchtelau (Thomas Schubert) interessiert sich eigentlich nur dafür, jeden Tag im Kaffeehaus frisch gebackene Buchteln zu verspeisen. Doch nun ist seine Tante zurück in der Stadt: »Die Blutgräfin« Erzsébet Báthory (The one and only: Isabelle Huppert).
Bubi ist selbst Vampir, allerdings Vegetarier. Seine zahlreichen Probleme mit dem vampirischen Dasein bespricht er mit dem Psychoanalytiker Theobald Tandem (Lars Eidinger). Doch während Bubi die Buchteln sättigen, hat die frisch auferstandene Tante »richtigen« Hunger.
Und dabei sieht »Madame Dracula« im neuen Film der Regisseurin Ulrike Ottinger besser aus als Max Schreck, Gary Oldman und Robert Pattinson zusammen, was man besonders gut beobachten kann, wenn sie auf einer Barke unter der Stadt minutenlang durch die Grotten des Wienflusses gleitet - eingepackt in blutroten Tüll und ausgestattet mit metallenen Dracula-Krallen auf den Seidenhandschuhen. Gemeinsam mit ihrer Zofe Hermine (einfach genial: Birgit Minichmayr) taucht sie nach Jahrhunderten wieder in Wien auf und schreitet so elegant durch die Zeiten, als wäre sie nie weg gewesen.
Nepomuk Nachbiss und Theobastus Bombastus
Geweckt wurde sie offensichtlich durch das Auftauchen eines mysteriösen Buches, dessen Zeilen Vampire wieder in gewöhnliche Sterbliche verwandeln kann. Sie will es vernichten. Währenddessen laufen die........
