Wenn der „Spiegel“ mit der Hamas kuschelt
23. Juli 2026 – 9. Aw 5786
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Wenn der »Spiegel« mit der Hamas kuschelt
Die Hamas verkündet, einen Nachfolger für Yahya Sinwar gefunden zu haben. Für das große deutsche Nachrichtenmagazin Grund, eine Runde Sympathie und Mitgefühl zu spendieren
Die jedes Leben verachtende Terrororganisation Hamas bestellt einen neuen Anführer, der das Erbe des Schlächters Yahya Sinwar weiterführen soll, und der »Spiegel« fragt »Was will der neue Hamas-Chef Khalil al-Hayya?«. Eine rhetorische Frage sollte man meinen, die der Text – mal wieder von Thore Schröder – dann elf Absätze später aber immerhin doch beantwortet: »einen palästinensischen Staat auf dem Gebiet des gesamten historischen Palästina errichten und den jüdischen Staat auslöschen«. Wenn auch nur als Zitat eines israelischen Experten. Sicher ein Zionist, wer Böses dabei denkt.Die gut 525 Worte davor geht es offenbar darum, den Leser so für diesen Mann einzunehmen, dass diese der online abrufbaren Hamas-Charta zu entnehmende Antwort niemanden mehr interessiert. Und das mit aller Emotionalität und ohne journalistische Einordnung: »Oberhaupt einer Märtyrerfamilie«, steht unter al-Hayyas Foto. Er sei unter Palästinensern »anerkannt«, weil er alle »Attentatsversuche« der Israelis überlebt habe. Seine Wahl positioniere die Hamas »als Widerstandskraft«. »Für die Zukunft des Gazastreifens könnte sein Aufstieg hilfreich sein, weil der neue Chef über gute Verbindungen vor Ort........
