Wenn aus Ketten Freudentänze werden
03. Juli 2026 – 18. Tamus 5786
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Wenn aus Ketten Freudentänze werden
Wenn aus Ketten Freudentänze werden
Hennafeier von Eliya Cohen und Ziv Abud: Das Paar feiert seine Liebe und bereitet sich auf die Hochzeit im August vor
Als Eliya Cohen die Hände hebt und den Schehechejanu-Segen für besondere Anlässe spricht, ist es ganz still. Kurz darauf tönt ohrenbetäubend laute Musik durch den Saal. Hände klatschen im Rhythmus, die Menschen johlen und beginnen zu tanzen. Diese klassische Henna-Zeremonie in Israel ist nicht irgendeine. Im Mittelpunkt stehen zwei Menschen, die totgeglaubt waren. die ehemalige Geisel Eliya Cohen und seine Verlobte Ziv Abud, die den »Todesbunker« des Nova-Festivals überlebte.
Im Oktober machte Cohen seiner Freundin einen Heiratsantrag, knapp acht Monate nach seiner Freilassung. Die Hochzeit ist für August geplant. Als das Paar nach dem Antrag auf ihre Freunde und Familie zugingen, rief Cohen lachend: »Wir haben es geschafft!«. Die Henna-Party ist für beide nicht nur Auftakt der Feierlichkeiten für ihre Hochzeit im August, es ist der Beweis, dass sie am Leben sind, dass Sorge, Trauer und Ungewissheit der Zukunft gewichen sind und ihre Liebe gesiegt hat.
Besondere Aufmerksamkeit gilt an dem Abend Eliyas traditionellem marokkanischen Henna-Gewand. Auf dem bunten Mantel steht in großen goldenen hebräischen Buchstaben: »Toda Aba« – »Danke, Vater«. Ein Satz, der Eliya nach eigenen Angaben durch seine gesamte Gefangenschaft in der Gewalt der Hamas in den Terrortunneln unterhalb Gazas getragen hat.
Ein traditionelles Gewand mit tiefer Bedeutung
»Das Gewand wurde von Kinneret Henna und Jina Laarusa entworfen«, erklärte er stolz und dreht sich stolz hin und her, während er es präsentiert. Es habe eine besondere Bedeutung. Denn: »Während der Geiselkrise trugen alle ihre Bräutigame ein ähnliches Gewand mit der........
