Jüdisch-arabische Allianz als „Wendepunkt“
In einer überraschend großen und damit symbolträchtigen Allianz versammelten sich am Samstagabend Zehntausende Menschen – Araber und Juden – im Herzen Tel Avivs, um gemeinsam gegen die eskalierende Gewalt in der arabischen Bevölkerung Israels und das wahrgenommene Versagen des Staates zu protestieren.
Die Kundgebung, die am Nachmittag vor dem Tel Aviv Kunstmuseum begann und über die Dizengoff-Straße bis zum Habima-Platz zog, markiert einen neuen Höhepunkt in der landesweiten Protestwelle gegen Kriminalität und staatliche Ignoranz des Problems. Sie könnte zu einer »Zäsur in den arabisch-jüdischen Beziehungen« werden, wie viele Kommentatoren anmerkten.
Unter dem Motto »Marsch gegen Kriminalität, Gewalt und Schutzgelderpressung« wurde der Protest vom sogenannten »High-Follow-Up-Committee« organisiert, der wichtigsten zivilgesellschaftlichen Vertretung der arabischen Gemeinde im Land. 21 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes sind israelische Araber.
Die Protestbewegung ist aus einer Serie lokaler Kundgebungen und Streiks hervorgegangen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten vor allem aus dem nördlichen Sakhnin über viele........
