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Friedensgespräche im Raketenhagel

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12.04.2026

12. April 2026 – 25. Nissan 5786

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Friedensgespräche im Raketenhagel

Während die Regierungen von Israel und dem Libanon verhandeln wollen, feuert die schiitische Terrororganisation Hisbollah weiter Geschosse auf den Norden ab

Kein Tag, an dem es keine Sirenen gibt. Der Norden Israels ist nach wie vor unter Beschuss der Hisbollah aus dem Libanon. Auch am Sonntag heulte der Alarm wieder durch die Städte und Dörfer. Allein auf die Stadt Karmiel wurden zehn Geschosse aus dem Libanon abgefeuert.

Gleichzeitig arbeitet die israelische Regierung hinter den Kulissen an einem diplomatischen Schritt, der in die Geschichte der beiden Länder eingehen könnte: direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon, um den Beschuss durch die schiitische Terrororganisation zu beenden.  

Es wäre ein historischer Schritt. Doch noch ist die Realität eine ernüchternde: Einwohner rennen an manchen Tagen pausenlos in Schutzräume, während die Luftabwehr versucht, die Angriffe abzufangen. Für die Bewohner im Norden Israels ist es Alltag, dass sie dauerhaft mit Raketen und Drohnen der Hisbollah im Nachbarland rechnen muss.

Und doch sollen in den kommenden Tagen Verhandlungen beginnen. Ziel Israels ist es vor allem, die libanesische Regierung zu verpflichten, härter gegen die vom Iran unterstützte und finanzierte Hisbollah vorzugehen und ihre militärische Präsenz im Süden des Landes einzudämmen. Doch auch das Zentrum des Landes ist in den Blick geraten, da die Hisbollah in den letzten Monaten Israel von dort aus massiv beschießt.

Israel wird verlangen, die Gelder der Hisbollah zu beschlagnahmen

Auch wird Israel versuchen, den Einfluss der schiitischen Miliz im libanesischen Parlament zu schwächen, indem es verlangt, dass die finanziellen Mittel der Hisbollah beschlagnahmt werden.

Dunja Hayali hat zu mehr Mitgefühl mit Betroffenen von Kriegen aufgerufen. Zurecht. Was in den deutschen Medien jedoch kaum vorkommt: das Leid der Israelis, die unter dem ständigen Beschuss der Hisbollah stehen

Unruhe im Libanon: Protest........

© Juedische Allgemeine