menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Club Med kostenlos für gestrandete Israelis

19 0
16.03.2026

16. März 2026 – 27. Adar 5786

AboAngebote PrintAbo-Service

AboAngebote PrintAbo-Service

Club Med kostenlos für gestrandete Israelis

Der französische Tourismuskonzern zeigt sich großzügig in Kriegszeiten

Während noch immer Tausende von Israelis versuchen, aus der ganzen Welt während des Krieges gegen den Iran irgendwie nach Hause zu kommen, auf Sofas von Freunden und Verwandten nächtigen oder die Hotelrechnungen ins Uferlose wachsen, verbringen andere die unfreiwillige Urlaubszeit unter komfortablen Bedingungen. Einige internationale Hotelketten und Regierungen haben beschlossen, gestrandeten israelischen Reisenden unter die Arme zu greifen. Besonders großzügig: der französische Tourismuskonzern Club Med.

Das Unternehmen hat angekündigt, israelischen Gästen, deren Rückflüge gestrichen wurden, einen kostenlosen verlängerten Aufenthalt in seinen Resorts zu ermöglichen – so lange, bis sie eine alternative Verbindung nach Hause finden. Für viele bedeutet das zusätzliche Tage in All-inclusive-Fünf-Sterne-Anlagen.

Beliebte Fernreiseziele betrofffen

Betroffen sind vor allem beliebte Fernreiseziele israelischer Urlauber wie Phuket in Thailand sowie die Inselstaaten Seychellen und Mauritius im Indischen Ozean. In sozialen Netzwerken berichten Israelis von der surrealen Situation: Während zu Hause Sirenen heulen und Raketenangriffe aus dem Iran die Nachrichten dominieren, sitzen sie weiterhin am Pool oder am Strand – und verfolgen die Entwicklungen aus der Ferne.

Während die Menschen Club Med dankbar sind, wünschen sie sich doch meist, wieder in Israel zu sein. Ein Ehepaar aus Jerusalem schrieb auf Instagram, dass sie zu ihrem Hochzeitstag ohne ihre Kinder ins Ausland geflogen seien. »Wir wollten eine Woche weg, jetzt sind es schon drei.« Die beiden Söhne im Teenageralter seien zwar bei den Großeltern in Sicherheit und kämen gut klar. »Doch wir vermissen sie schrecklich und wollen endlich wieder nach Hause.«

Gestrandetes Ehepaar: »Wir wollten eine Woche weg, jetzt sind es schon mehr als drei.«

Gestrandetes Ehepaar: »Wir wollten eine Woche weg, jetzt sind es schon mehr als drei.«

Der Hintergrund ist die massive Störung des Flugverkehrs nach Israel durch den Krieg gegen den Iran. Seit dem 28. Februar haben alle internationalen Airlines ihre Verbindungen zum Flughafen Ben Gurion vorübergehend ausgesetzt. Für Tausende Reisende bedeutete das plötzlich gestrichene Flüge und eine völlig ungewisse Rückkehr.

Nicht nur private Unternehmen reagieren darauf mit Hilfsmaßnahmen. In den Vereinten Arabischen Emiraten hat Präsident Mohamed bin Zayed Al Nahyan laut lokalen Medien eine Anweisung an Hotelbetreiber erlassen, gestrandete Gäste weiterhin kostenlos zu beherbergen. Die Hotels sollen ihre Rechnungen direkt an die Regierung schicken.

In Israel selbst gibt es bislang keine staatliche Unterstützung für im Inland gestrandete Reisende oder für Ausländer, deren Flüge gestrichen wurden. Stattdessen versuchen vor allem private Anbieter, die Lage etwas zu entschärfen. Große Hotelketten wie Dan Hotels, Fattal Hotels und Isrotel bieten Preisnachlässe zwischen 15 und 30 Prozent für Gäste an, die wegen der Flugausfälle länger im Land bleiben müssen.

Mullah-Regime soll Angriffe im Weltraum trainiert haben

Israel wirft dem Iran vor, »Fähigkeiten zur Kriegsführung im Weltraum« zu entwickeln. Die israelische Armee begründet damit einen neuen Angriff auf ein Ziel in Irans Hauptstadt Teheran

Israel startet »großangelegte Angriffswelle« auf Iran

Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge erneut Ziele unter anderem in der iranischen Hauptstadt Teheran. Nachrichten von dort dringen nur noch langsam nach außen

Israelische Armee beginnt Bodenoffensive im Libanon

Das israelische Militär geht eigenen Angaben auch am Boden gegen die Hisbollah vor. Einem Bericht zufolge wurden zuletzt auch Dutzende Mitglieder der Terror-Miliz bei Kämpfen am Boden getötet

Chameneis Regierungsflieger in Teheran zerstört

Der Flughafen Mehrabad in Teheran war in den vergangenen Tagen mehrfach Ziel israelischer Bombardierungen. Nun melden Israels Streitkräfte die Zerstörung eines Regierungsfliegers

Israel sieht neue Terrorgruppe hinter Anschlägen auf Synagogen in Europa

Die israelische Regierung findet Hinweise auf eine koordinierte Einschüchterungskampagne. Verbindungen der Terroristen zu proiranischen Netzwerken werden vermutet

»Es geht nicht mehr«: Andreas Büttner verlässt die Linkspartei

Nach einem Beschluss der Linken in Niedersachsen war für Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten das Maß voll: Er tritt aus der Partei aus

von Michael Thaidigsmann  16.03.2026

Profitieren israelische Fluggesellschaften von der Krise?

Wie schon während des Krieges in Gaza wird der Fluglinie El Al vorgeworfen, die Situation auszunutzen. Die Kritik: »überhöhte und unfaire« Preise

Kanal 13 geht an milliardenschweren Regierungsgegner

Gruppe von Hightech-Unternehmern um Wiz-Mitbegründer Assaf Rappaport will sich für redaktionelle Unabhängigkeit einsetzen

von Sabine Brandes  15.03.2026

Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein

Militärsprecher Defrin zufolge setze man auf eine langfristige Schwächung der iranischen Führung – ohne festen Zeitplan

 15.03.2026 Aktualisiert

+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de

© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre


© Juedische Allgemeine