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»Katargate« spitzt sich zu

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31.03.2025

Es geht um vermeintliche Bestechungsgelder, geheime Unterlagen und Kontakte zu einem feindlichen Staat – »Katargate«. Der Begriff steht für einen Skandal, der sich seit Wochen in den israelischen Schlagzeilen hält und der sich angeblich im Büro des Premierministers zugetragen haben soll. Am Montagmorgen wurden zwei Top-Berater von Regierungschef Benjamin Netanjahu in Jerusalem festgenommen. Er selbst wurde von Ermittlungsbehörden dazu befragt.

Netanjahu wurde mit Zustimmung von Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara zur Zeugenaussage geladen, die in seinem Büro in Jerusalem stattfand. Im Rahmen seiner Aussage soll er seine Version der Ereignisse darlegen. Dem Premier wird jedoch kein Fehlverhalten in diesem Fall vorgeworfen. Die Ermittler können seine Aussagen auch nicht gegen ihn verwenden.

Netanjahus regierende Likud-Partei schrieb am Montagnachmittag in einer Erklärung, dass es sich um »gefälschte Ermittlungen« handele. Sie behauptete, die Generalstaatsanwaltschaft und der Geheimdienst Schin Bet würden »mit Haftbefehlen einen Staatsstreich durchführen«.

»Ihr Ziel ist es, mit Haftbefehlen einen Staatsstreich durchzuführen. Dies ist keine Ermittlung. Dies ist keine Strafverfolgung. Es ist ein versuchter Mord an der Demokratie und ein Versuch, den Willen des Volkes durch die........

© Juedische Allgemeine