Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden
03. Mai 2026 – 15. Ijar 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden
Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«
Es gibt Momente, in denen die Geografie der Angst verschwimmt. Diese Woche war so ein Moment. In Golders Green, im Herzen des jüdischen London, wurden zwei Juden auf offener Straße von Essa Suleiman, einem aus dem Sudan stammenden Briten niedergestochen. Einfach so. Am helllichten Tag.
Für diejenigen, die Golders Green nicht kennen: Es ist nicht einfach nur ein Postleitzahlenbereich. Es ist ein Lebensnerv. Es ist das Viertel, in dem man in der Schlange beim koscheren Bäcker steht, in dem Familien ihre Einkäufe für den Schabbat erledigen, in dem jüdisches Leben so selbstverständlich zum Straßenbild gehört wie die roten Doppeldeckerbusse.
Wenn dort Menschen angegriffen werden, während sie Lebensmittel einkaufen, dann ist das kein »isoliertes Ereignis«. Es ist ein frontaler Angriff auf unsere gesamte Lebensweise. Denn der wöchentliche Gang zum koscheren Metzger oder koscheren Bäcker ist keine Nebensächlichkeit – er ist Teil unserer jüdischen Identität. Und wenn dieser Raum schrumpft, haben wir als freie Gesellschaft einen Teil von dem, der unsere Demokratie ausmacht, bereits verloren.
Die Illusion der Sicherheit
Natürlich höre ich sie schon wieder, die Stimmen der Beschwichtiger hierzulande. »Das ist London«, werden sie sagen. »So etwas kann bei uns nicht passieren.« Doch diese Arroganz ist nicht nur gefährlich, sie ist blind gegenüber der Realität, die sich längst vor unserer Haustür abspielt.
Wer am 29. April die aktuelle Folge des BR-Formats »Klar« zum Thema Islamismus gesehen hat, dem dürfte das Frühstück im Hals stecken geblieben sein. Die Dokumentation des Bayerischen Rundfunks zeichnet ein erschreckendes Bild einer Jugend in Deutschland, die die Scharia offen über das Grundgesetz stellt. Wir reden hier nicht von einer kleinen, marginalisierten Gruppe im Hinterhof. Wir reden von einer Generation, bei der die Saat des........
