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Uni-Rektorin: „Haben bereits viele Partnerschaften verloren“

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15.05.2026

15. Mai 2026 – 28. Ijar 5786

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Uni-Rektorin in Gent: »Haben bereits viele Partnerschaften verloren«

Die Besetzer verlangen einen vollständigen Boykott Israels und wollen weitermachen - obwohl die Uni-Leitung ihnen nun erneut entgegenkam

Im belgischen Gent geht die Besetzung eines Unigebäudes durch militante israelkritische Studenten in die vierte Woche. Zuletzt hatten sich am 8. Mai rund 100 teilweise mit Kufiyas vermummte Besetzer vor das Büro der Uni-Rektorin gelegt und lautstark »Yalla, yalla, Intifada« und »Free Palestine« skandiert.

Dennoch versuchte Rektorin Petra De Sutter erneut, auf die Demonstranten zuzugehen. Man werde vorzeitig aus fünf Kooperationsprojekten mit israelischen Forschungseinrichtungen aussteigen, welche mit Mitteln aus dem EU-Programm »Horizon Europe« gefördert werden, erklärte sie nach einer Sitzung des Verwaltungsrates am Mittwoch. »Das ist natürlich nicht die radikale Lösung, die die Aktivisten fordern. Aber es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung«, so die Uni-Präsidentin.

Nach Auffassung De Sutters ist ein solcher Ausstieg möglich, ohne dass die UGent einseitig Verträge kündigen und Schadenersatz leisten müsse. Dabei, auch das musste sie einräumen, spüre ihre Hochschule schon jetzt die Konsequenzen der seit zwei Jahren verfolgten Boykottstrategie gegen Israel. »Wir haben bereits viele Partnerschaften verloren.« Internationale Kooperationen würden schwieriger, da die Uni Gent gegen Kooperationen mit israelischen Einrichtungen sei.

De Sutter amtiert erst seit Oktober 2025 als Uni-Chefin. Bereits im Mai 2024 hatte die »UGent« beschlossen, aus einem Projekt zur Entwicklung von künstlichem Knochengewebe auszusteigen, an dem auch israelische Forscher beteiligt sind. Dem vorangegangen war ebenfalls eine wochenlange Besetzung eines Hochschulgebäudes.

»So weit ist es also gekommen«

Israelfeindliche Aktivisten haben erneut ein Fakultätsgebäude besetzt - obwohl die belgische Uni bereits vor zwei Jahren die Kooperation mit drei israelischen Hochschulen beendet........

© Juedische Allgemeine