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Schwesigs Wahlsieg: Wie man die AfD in Schach hält

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22.09.2026

22. September 2026 – 11. Tischri 5787

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Schwesigs Wahlsieg: Wie man die AfD in Schach hält

Manuela Schwesig hat gezeigt, wie man dem Populismus der Rechtsextremen begegnen kann. Das ist nicht nur eine gute Nachricht für die SPD, sondern für alle Demokraten

»Last Manu standing« titelte die »Zeit« im August bei ihrem Portrait über Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die am Sonntag ihr Amt verteidigt hat.

Und es ist wahr: In der SPD sind nicht mehr viele übrig, denen man zutrauen kann, die älteste deutsche Partei noch zu Wahlerfolgen zu führen. Schwesig hat nun ihren Erfolg von 2021 wiederholt. Damals gelang es ihr, entgegen der Erwartungen, knapp 40 Prozent der Stimmen auf sich und die SPD zu vereinen und die AfD, die 16,7 Prozent erzielte, auf Abstand zu halten.

Diesmal war es nicht ganz triumphal, doch mit 35,5 Prozent konnte sie die lange klar führende AfD fast noch einholen, die mit 38,2 Prozent zwar stärkste Partei wurde, aber keinen Koalitionspartner hat.

Klar, werden viele jetzt sagen: Schwesig hat doch nur ihren Amtsbonus ausgespielt, wie damals CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff in Sachsen-Anhalt, der ebenfalls in letzter Minute die AfD übertrumpfen konnte. Und ja, der Erfolg der SPD in Mecklenburg-Vorpommern ging zulasten der anderen Parteien der demokratischen Mitte. Die CDU scheiterte mit 4,9 Prozent Landtagswahl an der Fünfprozenthürde. Für die Christdemokraten war es das schlechteste Abschneiden der Partei bei einer Landtagswahl in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Partei »Die Linke« (6,5 Prozent) und die Grünen (5,7 Prozent) zogen knapp in den Landtag ein.

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