»Es ist schwer, den Kreis zu schließen«
17. Februar 2026 – 30. Schwat 5786
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»Es ist schwer, den Kreis zu schließen«
»Es ist schwer, den Kreis zu schließen«
Am 13. Oktober 2025 wurden David und Ariel Cunio nach 738 Tagen als Geiseln der Hamas freigelassen. Im Rahmen der Berlinale wird nun »A Letter to David« gezeigt, dieses Mal aber als komplette Version
Herr Shoval, am Freitag wird im Berliner Kino Babylon »A Letter to David – The Complete Version« gezeigt. Wie sehen Sie der Aufführung entgegen?Ich glaube, es ist genau das, was ich mir die ganze Zeit über, in der wir den Film A Letter to David gezeigt haben, in meiner Fantasie ausgemalt habe: Dass wir diesen Moment erleben würde.
Vor einem Jahr sagten Sie, dass der Film mit der Freilassung David Cunios ein neues Ende bekommen würde. Was macht Ihren Film jetzt komplett?Ich habe wirklich überall darüber gesprochen, dass A Letter to David ein unvollendeter Film ist. Ich habe nie aufgehört, daran zu glauben, dass ich irgendwann ein richtiges Ende hinzufügen würde. Und ich hatte viele Enden im Kopf, aber nach meinem Treffen mit David ergab alles einen Sinn für mich.
Wie war das erste Treffen?Ich habe ihn in seinem Zuhause besucht, ungefähr einen Monat, nachdem David freigekommen war. Es war ein Samstagmorgen, und ich bin bis zum Abend geblieben. Wir waren einfach zusammen und haben über viele Dinge gesprochen. Nach diesem Treffen wusste ich, wie ich das Ende sein wird. Irgendwie hatte ich es schon in meinem Kopf, aber nach dem Treffen war es klar.
Hatte David Cunio den Film gesehen?Ja, Sharon, Davids Frau, sagte mir, dass sie ihm A Letter to David irgendwann zeigen werde. In der Gefangenschaft wusste David natürlich nichts davon, dass wir einen Film gedreht haben. Er war sehr gespannt darauf, ihn zu sehen und ich weiß, dass sich David ihn immer mal wieder in Teilen angeschaut hat, weil es ja seine Geschichte ist. In der Geiselhaft, sagte man ihm, dass sich niemand um ihn kümmern, dass niemand für sie kämpft. Es war nach der Freilassung für David eine Art Versicherung. Es war also wirklich etwas ganz........
