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Trotz Angriffen: Iran mobilisiert zu Al‑Kuds‑Protesten

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13. März 2026 – 24. Adar 5786

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Trotz Angriffen: Iran mobilisiert zu Al‑Kuds‑Protesten

Zum Ende des Fastenmonats Ramadan findet im Iran immer eine staatlich-inszenierte Großdemonstration gegen Israel statt. Die Führung rief die Bevölkerung auf, es dem »Feind« zu zeigen

 13.03.2026 12:29 Uhr

Trotz anhaltender Luftangriffe sind in Teheran erneut Tausende Regierungsanhänger zu israelfeindlichen Demonstrationen auf die Straßen gegangen. Die Kundgebungen finden jedes Jahr anlässlich des sogenannten Al‑Kuds‑Tages statt, den der frühere Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini 1979 eingeführt hat.

Die staatlich organisierten Proteste richten sich gegen Israel und fordern die »Befreiung Jerusalems«. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967.

Irans Präsident Massud Peseschkian rief die Bevölkerung trotz des Krieges zur Teilnahme auf. Auf X schrieb er am Donnerstag, das iranische Volk solle »die Feinde des Irans enttäuschen, indem es in größerer Zahl als je zuvor auf die Straße geht«.

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Nach Angaben von Augenzeugen schwenkten die Teilnehmer iranische Fahnen und riefen antiamerikanische und antiisraelische Parolen. Staatsmedien zeigten Bilder, auf denen Menschen Porträts des getöteten Revolutionsführers Ali Chamenei sowie seines Sohnes und Nachfolgers Modschtaba Chamenei tragen.

Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte ein Video, in dem Menschen Nägel in Särge schlagen, die mit amerikanischen und israelischen Flaggen bedeckt sind. Ein weiteres Video zeigt Männer, die auf einer großen US‑Flagge auf der Straße herumtrampeln. Auf der Fahne steht auf Englisch: »Down with America (Nieder mit Amerika).«

Nach Einschätzung von Augenzeugen war die Menschenmenge in diesem Jahr kleiner als im Vorjahr. Als Gründe nannten sie die schweren israelischen Luftangriffe vor Beginn der Kundgebungen. Viele Menschen fürchteten Drohnenangriffe während der Zeremonie, andere hätten Teheran kurz nach Ausbruch des Krieges verlassen. Während der Kundgebungen war eine laute Explosion im Stadtzentrum zu hören. dpa

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