Sieben Staaten und EU verlangen Stopp von Siedlungsprojekt im Westjordanland
21. August 2026 – 8. Elul 5786
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Berlin/Brüssel/Jerusalem
Sieben Staaten und EU verlangen Stopp von Siedlungsprojekt im Westjordanland
Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und weitere Länder fordern Israel auf, die geplante Bebauung zu stoppen. Die EU bereitet offenbar ein Sanktionspaket vor
21.08.2026 08:23 Uhr
Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Großbritannien, Norwegen und Kanada haben Israel aufgefordert, die geplante Bebauung des umstrittenen E1-Gebiets im Westjordanland zu stoppen. Hintergrund ist eine aktuelle Ausschreibung für mehr als 1200 Wohneinheiten in dem strategisch wichtigen Areal östlich von Jerusalem.
In einer gemeinsamen Erklärung warnten die sieben Staaten vor den Folgen des Vorhabens. »In einer Zeit großer Instabilität im Westjordanland mit einem beispiellosen Ausmaß an Gewalt von Siedlern gegen Zivilisten und erheblichen Einschränkungen der palästinensischen Wirtschaft ist diese Entscheidung umso besorgniserregender«, heißt es darin. Israel solle die Pläne »sofort zurückziehen und die Ausweitung der Siedlungen im Westjordanland beenden«.
Das E1-Gebiet umfasst rund zwölf Quadratkilometer zwischen Jerusalem und der israelischen Stadt Ma’ale Adumim. Die israelische Regierung hatte im August 2025 den Bau von insgesamt etwa 3400 Wohnungen in dem Gebiet genehmigt. Nun geht es zunächst um 1234 Einheiten in sieben Wohnkomplexen.
Für die internationale Kritik ist E1 vor allem deshalb von Bedeutung, weil eine Bebauung dieses Korridors die räumliche Verbindung zwischen Ostjerusalem und Teilen des Westjordanlands erheblich verändern würde. Kritiker befürchten, dass dadurch die Voraussetzungen für einen zusammenhängenden palästinensischen Staat weiter verschlechtert würden.
Die Palästinenserführer Arafat und Abbas hatten in den Jahren 2000 und 2008 allerdings Friedenspläne abgelehnt, die ihnen die Gründung eines palästinensischen Staates an der Seite Israels ermöglicht hätten. Diese hätten ihnen fast das gesamte Westjordanland, ganz Gaza und ein autonomes Ost-Jerusalem für ihren Staat zugeschrieben.
Die Ausschreibung für das E1-Gebiet wurde nach Angaben der israelischen Friedensorganisation Peace Now am 18. August veröffentlicht. Angebote können bis zum 19.........
