Regisseurin: Filmfeste müssen politische Debatten aushalten
12. Mai 2026 – 25. Ijar 5786
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Regisseurin: Filmfeste müssen politische Debatten aushalten
Wird es in Cannes ähnlich politisch wie bei der Berlinale?
12.05.2026 14:23 Uhr
Bei der Berlinale gab es immer wieder politische Diskussionen, die teils das eigentliche Festivalprogramm überschatteten. Wird das beim nun startenden Filmfest in Cannes ähnlich? Filmfestivals und Demokratien müssten solche politischen Debatten aushalten, wie Valeska Grisebach, die deutsche Regisseurin im diesjährigen Cannes-Wettbewerb, der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Nach der Berlinale war über die Zukunft des Festivals und der Intendantin Tricia Tuttle diskutiert worden. Hintergrund waren Kontroversen über Äußerungen zum Nahostkonflikt während der Berlinale. Festivals müssten politische Vereinnahmungen aushalten, sagte Grisebach, die 2023 Teil der Internationalen Jury der Berlinale war. Sie habe die Form von Schlussfolgerung, die kurz im Raum stand, Tuttle habe ihren Job nicht gut gemacht, als sehr kurzsichtig und eigentlich auch als fehl am Platz empfunden, sagte Grisebach.
Es seien sehr komplizierte Zeiten. Gerade in Tuttles Position sei hohe Diplomatie gefordert und in der Schnelligkeit der Reaktion menschlich den richtigen Ton zu finden. Grisebach sagte: »Den ganzen Diskurs um Gaza, Palästina, Israel, diese Form von Zensur, die plötzlich dadurch entsteht, dass sofort gesagt wird, man stehe auf einer Seite, empfinde ich schon als sehr hinderlich, um der Sache nahezukommen.«
Warten auf die........
