Netanjahu vor der UNO: »Israel hat keinen anderen Weg als zu gewinnen«
25. September 2026 – 14. Tischri 5787
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Netanjahu vor der UNO: »Israel hat keinen anderen Weg als zu gewinnen«
Der israelische Ministerpräsident spricht über Iran, Katar, die Türkei. Er konfrontiert Kritiker seines Landes, inklusive Bürgermeister Zohran Mamdani
25.09.2026 09:06 Uhr
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York für einen scharfen Rundumschlag gegen Iran, Katar, die Türkei und zahlreiche Kritiker Israels genutzt. Zugleich verteidigte er das Vorgehen seines Landes im Gazastreifen und wies den Vorwurf eines Völkermords entschieden zurück. »Israel hat keinen Völkermord begangen. Israel hat einen Völkermord verhindert«, sagte Netanjahu.
Während Netanjahu ans Rednerpult trat, verließen zahlreiche Delegierte aus arabischen und muslimischen Staaten den Saal. Die Vereinigten Arabischen Emirate blieben dagegen sitzen. Netanjahu bezeichnete diejenigen, die hinausgingen, als »moralische Feiglinge«. Im Publikum erhielt der israelische Regierungschef zugleich stehende Ovationen.
Ein Schwerpunkt der Rede war erneut die Bedrohung durch Iran. Netanjahu erklärte, das iranische Regime werde letztlich an seiner eigenen Politik zugrunde gehen. »Die Macht des Volkes wird die Mächtigen überwinden«, sagte er. Das »mörderische Regime« werde, so seine Prognose, »durch seine Lügen, seine Korruption, seine Grausamkeit« gestürzt werden.
Gehirnwäsche junger Menschen
Netanjahu hatte für seine Rede auch ein Starlink-Terminal mitgebracht. Das System des US-Unternehmers Elon Musk ermögliche den Menschen im Iran nach seinen Worten mehr Möglichkeiten für freie Meinungsäußerung. Er kündigte an, das Gerät dem iranischen UN-Vertreter zu überlassen. Wenn die Mitglieder des Regimes »unweigerlich überlaufen«, könnten sie damit ihre Geschichte in sozialen Netzwerken erzählen, sagte er.
Besonders scharf ging Netanjahu mit Katar ins Gericht. Das Emirat habe über Jahre Milliarden in US-Universitäten und den Sender Al Jazeera investiert, um junge Menschen gegen Israel, die Vereinigten Staaten und den Westen aufzubringen. Katar bezeichnete er als Unterstützer der Hamas. Eine Gehirnwäsche junger Menschen sei das Ziel dieser Aktivitäten, sagte der israelische Regierungschef.
Dabei ist Katar zugleich ein wichtiger Vermittler in den Verhandlungen mit der Hamas gewesen. Auf diesen Widerspruch ging Netanjahu in seiner Rede nicht näher ein. Auch die Ermittlungen gegen Mitarbeiter seines eigenen Umfelds wegen mutmaßlicher finanzieller Verbindungen zu Katar erwähnte er nicht.
Erdogan als »Tyrann« bezeichnet
Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wurde von Netanjahu in New York scharf kritisiert. Netanjahu bezeichnete ihn als »Tyrannen« und warf ihm unter anderem vor, Tausende Kurden getötet, Nordzypern völkerrechtswidrig besetzt und Journalisten eingesperrt zu haben.
Erdoğan, so Netanjahu, fordere täglich die Zerstörung Israels und wolle Herrscher über Jerusalem werden. Seine Antwort darauf formulierte der Ministerpräsident direkt an den türkischen Präsidenten gerichtet: »Nein, mein Herr, das werden Sie nicht. Es ist unsere Stadt.«
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