menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Mehr als sechs Jahre Haft für Drohnenteile an Hisbollah

6 0
yesterday

10. März 2026 – 21. Adar 5786

AboAngebote PrintAbo-Service

AboAngebote PrintAbo-Service

Mehr als sechs Jahre Haft für Drohnenteile an Hisbollah

Ein Gericht schickt einen Mann wegen Beihilfe zum versuchten Mord und Unterstützung der Hisbollah ins Gefängnis

 10.03.2026 14:41 Uhr

Ein wegen Unterstützung der schiitischen Terrororganisation Hisbollah Angeklagter ist vor dem Oberlandesgericht Celle zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Der Senat sprach den im Jahr 1990 geborenen Mann wegen Beihilfe zum versuchten Mord, der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung sowie zahlreicher Verstöße gegen Embargobestimmungen der Europäischen Union schuldig.

Die Bundesanwaltschaft hatte eine Gesamtfreiheitsstrafe von neun Jahren gefordert, die Verteidigung einen Freispruch. Der zuletzt im niedersächsischen Salzgitter wohnhafte Mann bekannte sich nach Ansicht des Gerichts spätestens im Jahr 2016 zur Hisbollah. Für diese sei er wiederholt verdeckt als Einkäufer und Lieferant tätig gewesen.

Besorgt haben soll er für das Drohnenprogramm der Schiitenmiliz unter anderem Elektro- und Benzinmotoren, Propeller und Gelenklager. Der Verurteilte beschaffte demnach die Komponenten und Materialien für den Bau von Drohnen im Wert von rund einer Million Euro auf Provisionsbasis.

Israel setzt Angriffe im Libanon fort

Immer wieder erschüttern Explosionen die Vororte der libanesischen Hauptstadt. Ein Ende der durch neue Angriffe der Hisbollah verursachten Eskalation ist nicht in Sicht

Suche nach sterblichen Überresten von Ron Arad gescheitert

Nach Angaben des israelischen Militärs landeten Kommandos in der Ortschaft Nabi Chit. Dort durchsuchten sie unter anderem einen Friedhof nach möglichen Hinweisen auf den Verbleib des Vermissten

»Wir lassen uns nicht unterkriegen«

Lior Shelef ist Tourguide im Norden Israels. Doch jetzt hat er wieder die Uniform angezogen und beschützt als Chef des Sicherheitsteams seinen Kibbuz und seine Familie

Beihilfe zu versuchtem Mord wegen Angriffs auf SeniorenheimTeile der besorgten Ausrüstung wurde nach Ansicht des Senats in Sprengstoffdrohnen verwendet, mit denen die Hisbollah Ziele in Israel angriff. Eine Drohne soll im Oktober 2024 in einem Seniorenheim in der Küstenstadt Herzlia nahe Tel Aviv explodiert sein. In den Überresten einer dabei eingesetzten Drohne wurden bestellte Bauteile des Angeklagten gefunden.

Zugunsten des Verurteilten wertete das Gericht, dass der Mann nicht vorbestraft war. Zudem habe er durch ein umfängliches Teilgeständnis das Hauptverfahren deutlich abgekürzt. Ferner wertete es mildernd, dass der Verurteilte in einem Hisbollah-freundlichen Umfeld aufgewachsen war, zwei kleine Kinder habe und seit Sommer 2024 in Untersuchungshaft sitzt.

Der Verurteilte bleibt auch nach dem Urteil in U-Haft. Als Gründe dafür nannte das Gericht seine Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Fluchtgefahr. Der Verurteilte trägt die Kosten des Verfahrens. Er kann binnen einer Woche gegen das Urteil Revision einlegen. dpa

Wadephul auf Krisenreise in Israel

Knapp eineinhalb Wochen nach Beginn der Angriffe auf den Iran besucht der deutsche Außenminister Israel. Es soll ein Solidaritätsbesuch sein. Aber es dürfte auch um eigene Interessen gehen

Ermittlungen zu Nazi-Parole gegen Fleischhauer eingestellt

Der Kolumnist bedient sich bei einem Podcast eines Slogans der Nationalsozialisten, um damit den AfD-Nachwuchs zu kritisieren. Deshalb wird gegen ihn ermittelt - jedoch nicht besonders lang

Trump über Chamenei-Sohn: »Wird nicht in Frieden leben«

Im Iran hat ein neues Oberhaupt übernommen. US-Präsident Trump spricht nach der Ernennung von Modschtaba Chamenei von einem großen Fehler. Und macht düstere Andeutungen

Urteil: Keine Bundesmittel für AfD-nahe Stiftung für 2021

Die Desiderius-Erasmus-Stiftung erhält auch für 2021 keine Mittel vom Bund. Grund ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2023

Raketenangriff auf Al-Asrak: Auch deutscher Teil getroffen

Eine neue Attacke in Jordanien traf auch den von deutschen Soldaten genutzten Bereich. Die Bundeswehr prüft noch, was genau einschlug. Die Soldaten sind in Sicherheit

Ölpreis gibt weiter nach - Trumps Äußerung zu Kriegsende wirkt

Eine Aussage des amerikanischen Präsidenten lässt die Notierung für Rohöl erheblich absacken

Iranische Fußballerinnen feiern ihr Asyl in Australien

Nach ihrem stillen Protest beim Asien Cup drohte ihnen im Iran Verfolgung. In Australien erleben fünf Fußballerinnen nun einen emotionalen Neuanfang. Aber die Sorge um den Rest des Teams bleibt

von Carola Frentzen, Jörg Soldwisch  10.03.2026

Klein: Auf Umgang mit Antisemitismus vorbereiten

Die Bekämpfung von Antisemitismus ist eines der Hauptthemen bei der Frühjahrstagung der Bund-Länder-Kommission zum Schutz jüdischen Lebens in Mainz. Was der Antisemitismusbeauftragte Klein vorschlägt

Wadephul skeptisch zu raschem Ende des Iran-Kriegs

Wie lange dauert der Krieg? Trump schürt in der Frage Hoffnungen. Der deutsche Außenminister äußert sich bei einem Besuch auf der Mittelmeerinsel Zypern dazu zurückhaltend

+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de

© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre


© Juedische Allgemeine