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LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

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08.05.2026

08. Mai 2026 – 21. Ijar 5786

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LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

 08.05.2026 08:22 Uhr

Bachelor, Master, Promotion. Gleich dreimal trägt mein Lebenslauf das Siegel der Ludwig-MHa-aximilians-Universität München. Es gibt Universitäten, an denen man studieren kann. Und es gibt Universitäten, die Teil der eigenen Identität werden.

Die LMU war für mich nie nur eine Bildungsstätte. Sie ist meine Alma Mater, ein Versprechen, ein Ort, an dem das Denken größer sein sollte als die Ideologie. Ich habe diese Universität geliebt. Nicht blind, aber mit jenem Stolz, den man empfindet, wenn ein Ort mehr bedeutet als nur Hörsäle und Prüfungen. Wer als junger Mensch durch die Lichthöfe geht, spürt das Gewicht der Geschichte. Hier ist der Name der Geschwister Scholl kein Straßenschild, sondern eine moralische Messlatte.

Vielleicht war ich naiv.

Immer dasselbe Ergebnis

Vielleicht wollte ich glauben, dass eine Universität mit dieser Vergangenheit besonders wachsam sein müsste, wenn Ressentiments in neuem akademischem Gewand zurückkehren. Wenn Begriffe instrumentalisiert werden, um politische Erzählungen salonfähig zu machen, die am Ende immer beim selben Ergebnis enden: Der jüdische Staat ist das Problem.

Aktuell findet an der Universität eine Vortragsreihe statt: »Die palästinensischen Universitäten und ihre besondere Beziehung zu Deutschland«. Der Rahmen liest sich wie eine Übung in rhetorischer Akrobatik. Man beklagt die Einseitigkeit bestehender Diskurse, nur um sie durch eine sorgfältig komponierte, eigene Einseitigkeit zu ersetzen. Israelische Universitäten werden explizit ausgeklammert.

Ich bin Teil des Netzwerks Jüdischer........

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