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Eizenkot liegt vor Netanjahu, doch Mehrheit bleibt außer Reichweite

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21.10.2026

21. Oktober 2026 – 10. Cheschwan 5787

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Eizenkot liegt vor Netanjahu, doch Mehrheit bleibt außer Reichweite

In dieser Situation könnten besonders die kleineren Parteien und die arabischen Listen entscheidenden Einfluss auf die Regierungsbildung gewinnen

 21.10.2026 12:50 Uhr

Weniger als eine Woche vor der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich ein enges Rennen zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seinem Herausforderer Gadi Eizenkot ab. Dessen Partei Jashar liegt in allen vier jüngsten Umfragen vor dem Likud. Dennoch kann im Moment keines der beiden politischen Lager mit einer eigenen Mehrheit in der Knesset rechnen. Besonders die kleineren Parteien und die arabischen Listen könnten deshalb entscheidenden Einfluss auf die Regierungsbildung gewinnen.

Der Durchschnitt der Erhebungen von Kanal 12, Kanal 13, KAN und »Walla« sieht Jashar bei 22,5 Mandaten, während Netanjahus Likud im Mittel auf 19,75 Sitze kommt. Bei der entscheidenden Frage nach den Mehrheitsverhältnissen bleibt die Lage jedoch kompliziert: Dem Lager des Ministerpräsidenten werden durchschnittlich 50 Mandate zugerechnet, den zionistischen Oppositionsparteien 53. Für eine Mehrheit sind mindestens 61 der insgesamt 120 Sitze erforderlich.

Besonders deutlich fällt Eizenkots Führung in der jüngsten Umfrage von »Walla« aus. Nach dem Rückzug von Benny Gantz aus dem Wahlkampf legte Jashar um einen Sitz zu und erreicht nun 23 Mandate. Der Likud verlor dagegen einen Sitz und kommt auf 19.

Auch bei Kanal 13 liegt Eizenkot vorn: Seine Partei erreicht dort 20 Sitze, während der Likud auf 18 kommt. Zusammengenommen verfügen das Netanjahu-Lager und die als Veränderungslager bezeichneten Oppositionsparteien in dieser Erhebung über 50 beziehungsweise 51 Mandate. Eine Regierungsbildung wäre damit für beide Seiten auf zusätzliche Unterstützung angewiesen.

Die Umfrage von KAN zeichnet ein etwas anderes Bild. Hier kommt Jashar auf 23........

© Juedische Allgemeine