20 Jahre jüdisches Leben im Herzen Münchens: Synagoge Ohel Jakob
26. Oktober 2026 – 15. Cheschwan 5787
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20 Jahre jüdisches Leben im Herzen Münchens: Synagoge Ohel Jakob
Das Judentum ist seit 20 Jahren wieder mitten in der bayerischen Hauptstadt verankert
Ein schroffer Kalksteinquader, hoch wie die Jerusalemer Klagemauer, und darauf ein filigraner, goldschimmernder Kubus: Seit 2006 hat die jüdische Gemeinde München wieder eine repräsentative Hauptsynagoge in der Innenstadt.
Der Bau des Saarbrücker Architekturbüros Wandel Hoefer Lorch hat das Hinterhofdasein der jüdischen Gemeinde in der Reichenbachstraße beendet. Am 9. November feiert die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) München und Oberbayern mit ihrer Präsidentin Charlotte Knobloch den 20. Geburtstag von Ohel Jakob, dem Zelt Jakobs.
Imposant und unübersehbar steht die Synagoge auf dem zentralen St. Jakobsplatz. Auf dem Eingangsportal prangen zehn hebräische Buchstaben - einer für jedes der zehn Gebote. Dem spektakulären Äußeren des Gotteshauses steht ein mit viel Holz verkleideter, heimeliger Innenraum gegenüber.
Systematische Judenverfolgung
Der Geschichte der Münchner Jüdinnen und Juden wird im unterirdischen Verbindungsgang zum Kulturzentrum gedacht: Dort erinnern beleuchtete Glasplatten an über 4500 jüdischen Menschen aus München, die während des Nationalsozialismus ermordet wurden.
Der 20. Jahrestag der Eröffnung der Synagoge am 9. November 2026 erinnert bewusst an diese Vernichtungsgeschichte: Mit der Reichspogromnacht am 9. November 1938 begann die systematische Judenverfolgung des NS-Regimes.........
