„Und dann musste ich mein eigenes Grab schaufeln“
31. Juli 2026 – 17. Aw 5786
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»Und dann musste ich mein eigenes Grab schaufeln«
Über zwei Jahre lang war Evyatar David in Gewalt der Hamas. Jetzt berichtet er davon, wie er – ausgezehrt und geschwächt – sein eigenes Grab ausheben musste
31.07.2026 09:38 Uhr
Ein Jahr nach seiner Freilassung aus der Geiselhaft der Hamas hat Evyatar David erstmals ausführlich über die seelischen Folgen seiner Gefangenschaft gesprochen. In der Sendung »Uvda« des Senders Kanal 12 berichtete der 25-Jährige gemeinsam mit seinem engen Freund und Mitgefangenen Guy Gilboa-Dalal von posttraumatischen Belastungen, die ihn bis heute in die Tunnel von Gaza zurückversetzen.
David war mehr als zwei Jahre lang in der Gewalt der palästinensischen Terrororganisation, die ihn im Oktober 2023 vom Nova-Festival entführt hatte. International bekannt wurde er durch ein Propagandavideo der Hamas, in dem er – ausgezehrt und geschwächt – sein eigenes Grab ausheben musste.
Bereits vor Ausstrahlung der Sendung hatte sich David in den sozialen Medien geäußert. Er habe geglaubt, nach allem Erlebten könne ihn nichts mehr erschüttern, schrieb er. Sein Weg zum Nova-Festival, so David, habe sein Leben binnen eines Augenblicks aus den Fugen gebracht: »Ich wurde entführt und in einen dunklen Tunnel gebracht, und alles, woran ich dachte, war, einen weiteren Tag zu überleben, und noch einen, bis ich nach Hause zurückkehrte.«
Rehabilitation als »andere Schlacht«
Halt in den dunkelsten Momenten hätten ihm die Gedanken an seine Familie und Freunde sowie die Hoffnung gegeben, nicht aufgegeben zu werden, schrieb er weiter. Nach seiner Rückkehr habe er Zuwendung erfahren, die er sich nicht hätte vorstellen können – auch von Menschen, die ihm völlig fremd gewesen seien: »Sie erzählten mir, dass sie dafür gebetet hatten, dass ich zurückkomme.«
Mit der Zeit habe David jedoch begriffen,........
