Spiel des Lebens
12. Juni 2026 – 27. Siwan 5786
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Was unsere Weisen über Fußball lehrten
Die Spannung steigt. Das Herz schlägt schneller. Die Teams marschieren auf das Feld, begleitet vom tosenden Jubel der Massen. Die Emotionen sind überwältigend, mitreißend, kaum in Worte zu fassen. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. Zwei Fanlager duellieren sich auf den Tribünen. Es gibt nur wenige Gelegenheiten auf dieser Welt, die die Emotionen von Tausenden, ja von Millionen Menschen so tief berühren wie der Fußball.
Eine jüdische Weisheit lautet, man solle versuchen, aus jedem Vorfall und von jedem Menschen zu lernen. So lehrt uns die mündliche Tora in der Mischna im Traktat Awot (4,1): »Wer ist weise? Der von jedem Menschen lernt.«
Was können wir von Spielern lernen, die jeden Muskel einsetzen, um ihr Heimatland stolz zu vertreten?
Was also können wir lernen von hingerissenen Fans, von Spielern, die alles geben, die jeden Muskel, jeden Atemzug einsetzen, um ihr Heimatland stolz zu vertreten?
Schauen wir uns zunächst die Dynamik auf dem Spielfeld an. Ein einzelner Spieler, so talentiert er auch sein mag, wäre gegen ein eingespieltes, geschlossenes gegnerisches Team vollkommen machtlos. Nur als Team, in echter, gelebter Einheit hat man eine Chance. Die Mischna (Awot 2,5) ermahnt uns daher eindringlich: »Trenne dich nicht von der Gemeinschaft.«
Ein Spieler, der bewundert werden will, zieht das gesamte Team nach unten
Ein Spieler, der lediglich glänzen und bewundert werden will, der seinen persönlichen Ruhm über den Erfolg des Teams stellt, zieht........
