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Der Augenmensch

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24.04.2026

24. April 2026 – 7. Ijar 5786

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In Frankfurt zeigt das Jüdische Museum in einer Kabinettausstellung mehr als 200 Werke des Malers und Zionisten Armin Stern

Er war vieles zugleich: Künstler, Europäer, bewusster Jude und Zionist. »Meine Verbundenheit mit Eretz dauert seit meiner frühesten Jugend«, schrieb Armin Stern einmal rückblickend. 1883 wurde er in Galanta, einer Kleinstadt bei Preßburg (heute: Bratislava), in eine kinderreiche orthodoxe Familie hineingeboren. Stern besuchte die berühmte, von Chatam Sofer gegründete Jeschiwa und absolvierte eine Handelsschule. Weil er aber Maler werden wollte, verließ er als 17-Jähriger das damalige Österreich-Ungarn, um an der Städelschule in Frankfurt am Main zu studieren.

Seine Ausbildung setzte Stern in den damaligen Kunstzentren München und Paris fort; dem künstlerisch eher peripheren Frankfurt blieb er indes weiterhin treu. Dort entstanden viele seiner Porträts, Stadtansichten und Landschaftsbilder. In Frankfurt (und darüber hinaus) pflegte Stern zahlreiche Kontakte zu Kollegen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Politik und Medien.

Seine Frau Toni lernte er auf einer Reise nach Nordhessen kennen. 1925 heirateten sie, im Jahr darauf wurde die einzige gemeinsame Tochter Anna Ester geboren. Von seiner Frankfurter Zeit kündet Sterns Gemälde »Eschenheimer Turm«, das eine winterliche Straßenszenerie mit dem titelgebenden spätmittelalterlichen Stadttor zeigt. Das Bild ist........

© Juedische Allgemeine