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Brauchen Babys Fleisch?

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24.04.2026

24. April 2026 – 7. Ijar 5786

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Brauchen Babys Fleisch?

Forscher der Ben-Gurion-Universität werfen ein neues Licht auf weit verbreitete Vorstellungen

Eine pflanzenbasierte Ernährung für Kleinkinder gilt vielen Eltern noch immer als Risiko. Besonders bei Babys ist die Sorge groß, dass der Verzicht auf Fleisch, Milch oder Eier zu Mangelerscheinungen und Entwicklungsproblemen führen könnte.

Eine der bislang größten Studien weltweit kommt nun jedoch zu einem beruhigenden Ergebnis: Kinder aus vegeta­rischen oder veganen Haushalten entwickeln sich in den ersten beiden Lebensjahren ähnlich gut wie Kinder aus Familien mit Mischkost. Die Daten stammen aus Israel und umfassen fast 1,2 Millionen Säuglinge.

Kerem Avital, klinische Diätologin, und Danit Shahar, Professorin für Epidemiologie, Biostatistik und Gemeindegesundheitswissenschaften an der Ben-Gurion-Universität des Negev, leiteten die Studie, die zusammen mit der Ernährungsabteilung des israelischen Gesundheitsministeriums durchgeführt wurde. Grundlage waren routinemäßig erhobene Entwicklungsdaten aus den Jahren 2014 bis 2023.

Fast alle Familien bringen ihre Babys regelmäßig in sogenannte Tipat-Chalaw-Zentren

Ein wesentlicher Grund für die große Datenmenge ist das israelische Vorsorgesystem: Fast alle Familien bringen ihre Babys regelmäßig in sogenannte Tipat-Chalaw-Zentren (wörtlich »Milchtropfen«), staatliche Einrichtungen zur gesundheitlichen Überwachung von Säuglingen.

»Dank der Tatsache, dass in Israel fast 95 Prozent der Babys in Tipat-Chalaw-Kliniken vorgestellt werden, stand uns eine riesige Datenmenge zur Verfügung«, erklärt Avital. »Das ist eine beeindruckende Statistik.« Diese außergewöhnlich breite Datengrundlage ermögliche wissenschaftlich besonders belastbare Aussagen.

Die Wissenschaftlerinnen erfassten Gewicht, Körpergröße und Kopfumfang der Kinder in den ersten zwei Lebensjahren und verglichen anschließend drei Gruppen: Babys aus omnivoren (sowohl Fleisch als auch Pflanzen verzehrenden), vegetarischen und veganen Familien. Dabei bezieht sich die Einordnung auf die Ernährungsweise der Eltern, da davon ausgegangen wird, dass diese auch die........

© Juedische Allgemeine