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An der Basis

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01.05.2026

01. Mai 2026 – 14. Ijar 5786

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Lea Rosenberg setzt sich beim Paritätischen Wohlfahrtsverband für Geflüchtete ein

Meine Arbeit als Fachreferen­tin für Migration, Flucht und Asyl beim hessischen Paritätischen Wohlfahrtsverband wird nie langweilig, denn mein Themengebiet ist total vielfältig. In der einen Woche führe ich Gespräche mit Vertreterinnen von Ministerien für Migration und Flüchtlingsarbeit über zentrale Fragen der Integration. Themen, die für Geflüchtete in unseren Mitgliedsorganisationen sehr wichtig sind. In der Woche darauf organisiere ich im Bündnis mit anderen Organisationen Veranstaltungen, wie unlängst einen großen Fachtag beim DGB in Frankfurt.

Der stand unter dem Motto »Bildung statt Abschiebung«. Es sind 120 Menschen zusammengekommen. Ich vertrete dort meinen Arbeitgeber in der Zusammenarbeit mit solchen Trägern wie der Diakonie, dem Hessischen Flüchtlingsrat, dem Landesausländerbeirat und der Schülerinnenvertretung in Hessen. Auf diesem Fachtag habe ich einen Workshop gehalten. Das passiert natürlich nicht jede Woche, weil es ja auch sehr anstrengend ist. Generell aber bin ich mit den verschiedenen Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in einem ständigen Austausch.

Ich stelle auch digitale oder physische Räume zur Verfügung

Bei uns sind ungefähr 800 gemeinnützige Vereine oder eGmbHs Mitglied. Das reicht vom Kinderschutzbund über Pro Familia bis zum Arbeiter-Samariter-Bund. Und diejenigen, die im Bereich Migration und Flüchtlinge tätig sind, bekommen von mir als der zuständigen Fachreferentin jeweils eine individuelle Beratung. Oder wir suchen gemeinsam nach Problem­lösungen. Das betrifft etwa Migrationsberatungsstellen oder die soziale Betreuung in Flüchtlingsunterkünften. Ich stelle auch digitale oder physische Räume zur Verfügung, wo sie sich über bestimmte Themen oder Probleme, die momentan auf diesem Gebiet herrschen, untereinander austauschen können.

Da meine Mutter sehr früh erkrankt ist, bin ich zu meinen jüdischen Großeltern gekommen.

Da meine Mutter sehr früh erkrankt ist, bin ich zu meinen jüdischen Großeltern gekommen.

Darüber hinaus betätige ich mich aber auch ehrenamtlich in diesem Bereich. In regelmäßigen Abständen bin ich dann im Frankfurter Rechtshilfekomitee. Das ist ein Verein, der jeden Dienstagabend von 18 bis 20 Uhr in einer Frankfurter Kirche eine offene Sprechstunde abhält. Da kann jeder oder jede hinkommen, die als selbst betroffene Person eine Frage hat. Das ist nicht nur für Flüchtlinge. Es kommen auch EU-Bürger, die ein Problem........

© Juedische Allgemeine