„Es bleibt noch viel zu tun“
14. Juni 2026 – 29. Siwan 5786
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»Es bleibt noch viel zu tun«
»Es bleibt noch viel zu tun«
Hana Yael Tebelmann im Gespräch über den »Pride Month«, die Pläne von »Keshet Deutschland« und Antisemitismus in der LGBTIQ-Community
Frau Tebelmann, der zwischen Juni und Juli stattfindende »Pride Month« steht ganz im Zeichen queeren Lebens. Sie sind im Vorstand des queer-jüdischen Vereins »Keshet Deutschland«. Was bedeutet der Pride Month für Sie?In erster Linie bedeutet der Pride Month für uns viel Arbeit, weil wir mit einer ganzen Reihe von Kooperationspartnern in verschiedenen Städten gemeinsame Pride-Schabbatot oder Paraden zum Christopher Street Day (CSD) veranstalten. Dieses Jahr zum Beispiel in Hamburg, Köln und Oldenburg. Für den Berliner Pride-Schabbat rechnen wir mit ungefähr 400 Teilnehmern aus dem ganzen deutschsprachigen Raum und mit Gästen aus Italien, die mit uns gemeinsam den CSD feiern werden. Wir kooperieren außerdem mit »Keshet Europe«, die eine ganze Reihe an Workshops organisieren. Auf dem CSD werden zwei unserer Vorstandsmitglieder auf einem Wagen des Berliner Senats vertreten sein. Das ist für uns besonders wichtig, weil es zeigt, dass jüdisches Leben dazugehört. Das ist heute leider nicht immer selbstverständlich.
Besonders seit dem 7. Oktober 2023 ist israelbezogener Antisemitismus in queeren Kontexten ein großes Thema. Wie äußert sich das beim diesjährigen Pride Month?Für uns war das bisher nicht sehr präsent, weil wir in Berlin etablierte Kooperationen haben. Wir wissen, wem wir hier vertrauen können. In größeren Kontexten sieht das jedoch anders aus. »Keshet Italia« zum Beispiel wurde von der Pride-Parade ausgeschlossen, weil sie sich nicht von Israel distanzieren wollten. In anderen deutschen Städten gab es Diskussionen........
