Vielfalt an Stimmen
12. Oktober 2026 – 1. Cheschwan 5787
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Erstmals wurde der Georg-Stefan-Troller-Preis vergeben für Beiträge, die jüdisches Leben sichtbar machen
Georg Stefan Troller, 2025 im Alter von 103 Jahren verstorben, gilt als Reporterlegende. Er ist nun der Namensgeber eines Journalistenpreises, der am 11. Oktober zum ersten Mal im Jüdischen Museum Frankfurt an sechs Journalistinnen und Journalisten vergeben wurde. Trollers Werk zeichnete sich durch genauste Beobachtung, intellektuelle Neugier und ein großes Interesse an den gesellschaftlichen und historischen Zusammenhängen menschlicher Erfahrungen aus. Das ist richtungweisend für die Preisvergabe, die Arbeiten würdigt, die jüdisches Leben differenziert darstellen und zum Verständnis jüdischen Lebens in der deutschen Gegenwart beitragen. Dazu gehört auch Antisemitismus – aber darauf soll das Thema nicht reduziert werden.
Die Preisvergabe im Jüdischen Museum zeigte dies sehr eindrücklich, denn die Bandbreite der ausgezeichneten Werke war groß. Zwei Mitarbeitende der Jüdischen Allgemeine gehören zu den Preisträgern: Mascha Malburg und Joshua Schultheis wurden für ihr im Hentrich & Hentrich-Verlag erschienenes Buch »Worüber Juden reden«, eine Dokumentation von zehn äußerst divers zusammengesetzten Tischgesprächen, ausgezeichnet.
Sharon On und Dirk Laucke erhielten den Preis für ihr Hörspiel »Auch wenn es dunkel ist« mit Aussagen von Geiseln des 7. Oktober, das vom Sender RBB realisiert wurde. Nicholas Potter, freier Autor, wurde für sein Buch »Die neue autoritäre Linke«, erschienen bei dtv, gewürdigt. Und Thorsten Schmitz, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, bekam die Auszeichnung für seinen Text »Wer ein Warum hat, erträgt jedes Wie«, die Geschichte der........
