Wie ein iranischer Jude auf Israel und den Iran blickt
25. Juni 2026 – 10. Tamus 5786
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Wie ein iranischer Jude auf Israel und den Iran blickt
Armin Levy ist Jude, Perser und Hamburger. Bei den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran glaubt er nicht an echten Frieden. Warum er jedes Abkommen mit dem Mullah-Regime ablehnt
Sollte das islamische Regime im Iran eines Tages fallen, weiß Armin Levy genau, was er als Erstes tun würde: Der Jude mit iranischen Wurzeln würde nach Teheran reisen und die Gräber seiner Eltern besuchen. Sie wurden vor mehr als vier Jahrzehnten am Flughafen der iranischen Hauptstadt verhaftet, als sie versuchten, vor dem Mullah-Regime zu fliehen. Die Vorwürfe: Zusammenarbeit mit den Feinden des Islam und Spionage für die USA und Israel. Nach jahrzehntelanger Haft seien sie hingerichtet worden - ohne Prozess, ohne Rechtsbeistand und unschuldig, sagt Levy.
Der 46-Jährige wurde 1979 in Teheran geboren - im Jahr der Islamischen Revolution. Nach der Festnahme seiner Eltern wuchs er bei Verwandten auf. Heute lebt er in Hamburg. Als iranischer Jude passt er in keine Schublade. Wie blickt jemand wie er, dessen persönliches Schicksal so eng mit dem jüdisch-muslimischen Konflikt verwoben ist, auf die Spannungen zwischen Israel und dem Iran? Glaubt er, dass das Abkommen, das die USA und der Iran aktuell aushandeln, den Krieg beenden und Frieden in die Region bringen kann?
Kein Vertrauen in das Regime
»Solange das Mullah-Regime besteht, wird es kein friedliches Zusammenleben geben«, sagt Levy. Jegliche Abkommen, die man schließe, würden es nur noch stabiler machen. »Es ist ein........
