Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus
15. Juni 2026 – 30. Siwan 5786
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Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus
Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt
Flug 139 der Air France, aus Tel Aviv kommend, hat gerade von der Startbahn in Athen abgehoben und Kurs auf Paris genommen, als vier Passagiere aufspringen. Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann sowie zwei Palästinenser ziehen Pistolen und Handgranaten, sie bringen den Airbus A300 in ihre Gewalt. Es ist der 27. Juni 1976.
Böse und Kuhlmann sind Mitglieder der linken Terrorgruppe »Revolutionäre Zellen« (RZ). Die Entführung soll den Terror der »Volksfront für die Befreiung Palästinas« gegen Israel unterstützen und die Freilassung von in Deutschland inhaftierten Linksterroristinnen und -terroristen erzwingen.
Über Zwischenstationen nach Uganda
Die Verbindung zwischen deutschen und palästinensischen Terroristen ist zu jener Zeit nicht nur eine ideologische, sondern auch eine instrumentelle, wie der Linksextremismus-Experte Robert Wolff von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung in Wiesbaden erklärt: »Die Palästinenser hatten einfach die größte Erfahrung bei Flugzeugentführungen.«
Über Zwischenstationen lassen die Entführer den Airbus nach Entebbe in Uganda fliegen. Das Regime des Diktators Idi Amin in dem ostafrikanischen Land hat zuvor zu Israel eine feindliche Haltung eingenommen. In den folgenden Tagen lassen die Entführer dort insgesamt 145 Geiseln frei. 105 Passagiere und Crewmitglieder des Airbus bleiben allerdings in der Gewalt der Terroristen.
Welche Geiseln freigelassen wurden
Fraglich ist bis heute, nach welchen Kriterien die........
