Ein Hausmeister für die Mullahs
20. Oktober 2026 – 9. Cheschwan 5787
AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service
AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service
Ein Hausmeister für die Mullahs
Die Bundesregierung habe zu lasch auf die iranischen Mordkomplotte in Deutschland reagiert, finden jüdische und pro-israelische Organisationen. Sie fordern tiefgreifende Konsequenzen
Die beiden Attentäter, die im Auftrag des Irans den Vorsitzenden des Zentralrats Josef Schuster und Volker Beck, den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, ermorden sollten, wurden mittlerweile zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. An der Gefahrenlage ändert das nichts.
Dafür, dass eine ausländische Macht zwei Killer angeheuert hat, um zwei bekannte und engagierte deutsche Bürger zu ermorden, fiel die Reaktion mehr als milde aus: Das Auswärtige Amt bestellte den iranischen Botschafter ein, nachdem das Hanseatische Oberlandesgericht zwei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt hatte, weil sie geplant hatten, Josef Schuster, den Vorsitzenden des Zentralrats, und Volker Beck, den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, im Auftrag der Revolutionsgarden des Irans zu ermorden.
Auf X postete das Amt dann noch: »Wir verurteilen Irans Aktivitäten aufs Allerschärfste.« Wenn ein Tweet und eine Tasse Kaffee das Allerschärfste sind, was einem Land droht, das deutsche Bürger ermorden will, muss man sich über den Respekt, den die Bundesrepublik bei ihren Feinden genießt, keine Gedanken machen. Wer sein Auto falsch parkt, hat härtere Konsequenzen zu fürchten als ein Staat, der Killer schickt.
Elio Adler, der Vorsitzende der Werteinitiative, kann den milden Umgang mit dem Iran nicht nachvollziehen: »Es ist völlig unverständlich, dass Deutschland nicht längst sämtliche iranischen Diplomaten ausgewiesen und die iranische Botschaft bis auf einen Hausmeister geschlossen hat.« Die Werteinitiative warnt seit Jahren davor, dass das iranische Regime Juden,........
