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Wiederentdeckung in Prag

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04.01.2026

Sogar seine Entführung hatten die tschechoslowakischen Kommunisten geplant. 1964 weilte Pavel Tigrid gerade in Budapest auf einer internationalen Konferenz des PEN-Clubs, und die Staatssicherheit seines Heimatlandes wollte den Exilanten mit Gewalt zurückholen. In jenen Jahren galt er in Prag als einer der gefährlichsten Vertreter des antikommunistischen Widerstands. Doch der Plan sollte in letzter Minute scheitern, haben Historiker herausgefunden. Tigrid konnte unbehelligt in seine französische Wahlheimat zurückkehren.

Das Haus, in dem der Lebensweg des Prager Juden begonnen hatte, ist ein unscheinbarer Bau im Viertel Vinohrady der tschechischen Hauptstadt. »Die Forschung beschäftigt sich ausschließlich damit, was Papa in der Emigration bewirkt hatte und was er erreicht hat, als er nach der Wende zurückkam«, sagt seine Tochter Deborah Tigrid-Marguerat. »Über den Anfang seines Lebens wissen wir bislang dagegen wenig.« Sie steht auf einem kleinen Podest und hält ein Mikrofon........

© Juedische Allgemeine