Raum für die g’ttliche Präsenz
24. Mai 2026 – 8. Siwan 5786
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Raum für die g’ttliche Präsenz
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Warum das Lesen dieses Wochenabschnitts beim Finden eines Ehepartners hilfreich sein soll
Es gibt eine chassidische Tradition, laut der das Lesen der »Korbanot haNesi’im«, also der Opfergabe der Fürsten, im Wochenabschnitt Nasso (4. Buch Mose 7,1 – 8,4) als besonders hilfreich für das Finden einer Ehepartnerin gilt. Dabei richtet sich diese Praxis traditionell an Männer. Frauen wird empfohlen, täglich vor dem Sonnenuntergang die Psalmen 31 und 71 zu lesen.
Zunächst stellt sich die grundlegende Frage: Was sind die Korbanot haNesi’im überhaupt?
Nachdem die Israeliten aus Ägypten ausgezogen waren und am Sinai die Tora empfangen hatten, wurde der Mischkan, das Stiftszelt, als Ort errichtet, an dem die g’ttliche Gegenwart in besonderer Weise wohnen sollte. Genau hier setzen die Korbanot haNesi’im ein: Zur Einweihung bringen die führenden Vertreter der zwölf Stämme jeweils eine offizielle Opfergabe dar.
Bemerkenswert ist, dass jeder dieser Fürsten an einem eigenen Tag opfert, insgesamt über einen Zeitraum von zwölf Tagen. Noch auffälliger ist jedoch, dass jede einzelne Opfergabe exakt gleich beschrieben wird, bis ins kleinste Detail. Jede Gabe umfasst kostbare Gefäße aus Silber und Gold, gefüllt mit Mehl und Öl (also Speiseopfer), dazu Räucherwerk sowie verschiedene Tieropfer: Brand-, Sünd- und Friedensopfer.
Obwohl sich die Inhalte nicht unterscheiden, wiederholt die Tora die vollständige Beschreibung zwölfmal
Obwohl sich die Inhalte nicht unterscheiden, wiederholt die Tora die vollständige Beschreibung zwölfmal, anstatt sie einmal zusammenzufassen. Für einen unvoreingenommenen Leser wirkt dies zunächst redundant. In der jüdischen Auslegungstradition wird diese Wiederholung jedoch als bewusst und........
