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Jung, laut, jüdisch

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20.05.2026

20. Mai 2026 – 4. Siwan 5786

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Eindrücke vom Wochenende in Stuttgart

Die Hoffnung nie aufgeben, seine Stimme erheben und stolz sein Jüdischsein zeigen – das war die Botschaft der Jewrovision 2026. Mit einer unglaublichen Professionalität, viel Kreativität und raffinierter künstlerischer Umsetzung haben die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Potenzial bewiesen. Selbst wenn Musik, Gesang und Tanz an erster Stelle standen, die 600 Kinder und Jugendlichen, die mit ihren Madrichim aus ganz Deutschland nach Stuttgart angereist waren, um Teil dieses Mega-Events zu sein, haben vor allem eines gezeigt: Auch in Zeiten von zunehmendem Antisemitismus und Unsicherheit lässt sich die jüdische Jugend in Deutschland nicht einschüchtern. Dieser Gedanke floss in die Darbietungen ein, die die 13 Jugendzentren in der Stuttgarter Messe auf der Bühne zum Besten gaben.

Ob zu Musik von Linkin Park (»In the End«), Coolio (»Gangsta’s Paradise«) oder ABBA (»Waterloo«): Das Motto »Voices of Hope« (»Stimmen der Hoffnung«) war in der ganzen Halle spürbar. Die Botschaft war eindeutig: Das eigene Jüdischsein wird nicht versteckt.Julia, eine Teilnehmerin aus Hannover, die zum wiederholten Mal dabei war, sagte: »Man steht nicht jeden Tag auf einer so großen Bühne mit nur jüdischen Kindern und vor 2000 Menschen, die auch jüdisch sind.«Das sei richtig cool gewesen. Aber vor allem sei für sie wichtig, dass man »trotz der aktuellen Lage als Jüdin auch normal leben und sich kreativ weiterentwickeln kann«. Was Julia aber besonders viel bedeutet hat:........

© Juedische Allgemeine