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Hüller als Erika Mann, Eidinger als Gestapo-Chef

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21.05.2026

21. Mai 2026 – 5. Siwan 5786

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Hüller als Erika Mann, Eidinger als Gestapo-Chef

Das Programm der Filmfestspiele ist vom Zweiten Weltkrieg geprägt. Ein Beitrag außerhalb des Wettbewerbs sorgte für Überraschungen

Kein einziger Film aus Israel läuft in diesem Jahr in Cannes, nicht einmal in den Nebenreihen und Parallel-Sektionen fernab des Wettbewerbs. Doch ohne jüdische Filmschaffende und ihre Geschichten müssen natürlich die 79. Internationalen Filmfestspiele, die an diesem Samstag mit der Verleihung der Goldenen Palme zu Ende gehen, trotzdem nicht auskommen.

Zur Halbzeit des Festivals zu den großen Höhepunkten (und damit auch heißen Preiskandidaten) im Wettbewerb gehört beispielsweise Vaterland von Pawel Pawlikowski, dessen jüdische Großmutter mütterlicherseits in Auschwitz ermordet wurde. Der polnische Regisseur verdichtet und kombiniert wahre Tatsachen, um von der ersten Deutschlandreise Thomas Manns (Hanns Zischler) nach dem Zweiten Weltkrieg in Begleitung seiner Tochter Erika (Sandra Hüller) zu erzählen.

Auf den Spuren Goethes von Frankfurt am Main nach Weimar

Auf den Spuren Goethes fahren die beiden von Frankfurt am Main nach Weimar, überschattet von der Nachricht, dass Klaus Mann sich das Leben genommen hat. Die Genauigkeit und Klarsichtigkeit, mit denen Pawlikowski über den kurzen Zeitraum der Handlung ein Bild nicht nur von den komplexen Verhältnissen in der Familie Mann, sondern auch von Deutschland am Neuanfang, von Heimatgefühlen, der Kraft der Kunst und den Schwierigkeiten der Aussöhnung erzählt, machen diesen ebenso strengen wie schönen Schwarz-Weiß-Film zu einem Ereignis. Genauso wie einmal mehr die große Schauspielkunst der Sandra Hüller.

Die unmittelbaren Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs prägen das Festivalprogramm........

© Juedische Allgemeine