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Gemeinsam gegen Krebs

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24.05.2026

24. Mai 2026 – 8. Siwan 5786

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Gemeinsam gegen Krebs

Von den Grundlagen zur Therapie: Seit 50 Jahren arbeiten deutsche und israelische Wissenschaftler bei der Erforschung von Tumoren zusammen

Mit der deutsch-israelischen Kooperation in der Krebsforschung jährt sich 2026 eine der beständigsten und produktivsten Partnerschaften der internationalen Wissenschaft zum 50. Mal. »Diese binationalen Beziehungen haben Auswirkungen, die weit über die reine Wissenschaft hinausgehen«, sagt der israelische Biochemiker und Nobelpreisträger Aaron Ciechanover, Professor am Technion in Haifa, im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen. »Sie reichen tief in den übergeordneten Zweck der Wissenschaft als internationale Sprache des Friedens hinein, die ein einziges Ziel verfolgt – die Verbesserung des Lebens der Menschen, unabhängig von jeglichen anderen außenpolitischen Erwägungen.«

Ciechanovers gemeinsames Projekt mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum ist ein Beispiel für die Tragweite jener Zusammenarbeit: Gemeinsam erforschten der Israeli und die deutschen Wissenschaftler das »Ubiquitin-System« – einen zellulären Mechanismus, der nicht mehr benötigte oder beschädigte Proteine mit einem »Abbausignal« markiert und so deren gezieltes Recycling ermöglicht. Die Entdeckung dieses Mechanismus wurde 2004 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet und hat das Verständnis zellulärer Prozesse, auch in der Krebsentstehung, grundlegend verändert.

Enges Netzwerk gemeinsamer Projekte

Seit der Unterzeichnung des Abkommens im Jahr 1976 zwischen dem damaligen Bundesministerium für Forschung und Technologie, dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem israelischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST) ist ein enges Netzwerk gemeinsamer Projekte entstanden, das von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung reicht.

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© Juedische Allgemeine