Drahtzieher gefasst?
20. Mai 2026 – 4. Siwan 5786
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In den USA sitzt der Iraker Mohammad al-Saadi in Haft, der hinter der jüngsten Terrorserie gegen jüdische Ziele in Europa stecken soll
Tötet jeden, der Amerika und Israel unterstützt. Lasst keinen von ihnen übrig. Zivile und militärische Ziele sowie Stimmen der Zwietracht – tötet sie überall.» Diese Botschaft richtete Mohammad Baker Saad Dawood al-Saadi Ende Februar auf dem Netzwerk Telegram an die Schiiten im Irak.Und der Iraker beließ es nicht bei Worten. Al-Saadi schritt selbst zur Tat – zumindest, wenn die Einschätzung der amerikanischen Bundespolizei FBI zutrifft. Demnach war der 32-Jährige ein hochrangiges Mitglied der pro-iranischen Terrormiliz Kataib Hisbollah und einer der Drahtzieher der mindestens 18 Anschläge, die zuletzt Europa erschütterten, darunter auch der Messerangriff auf zwei Juden im Londoner Stadtteil Golders Green Ende April. Vergangene Woche wurde al-Saadi in der Türkei festgenommen. Jetzt wurde bekannt: Er war wohl dabei, auch Anschläge auf jüdische Ziele in den USA zu planen.Im März hatte sich eine zuvor unbekannte Gruppe namens Harakat Aschab al-Yamin al-Islamiya (HAYI) auf Telegram und Snapchat zu Anschlägen in Europa bekannt und in einigen Fällen auch zeitnah Videos davon veröffentlicht. Auch der Brandanschlag auf das israelische Grillrestaurant «Eclipse» in München im April ging demnach auf das Konto von HAYI. Terrorismusexperten gelangten schnell zu der Vermutung, dass es sich bei der Gruppe um eine Frontorganisation der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) handeln dürfte und nicht um eine eigenständige Miliz im Irak. Das Vorgehen sollte dazu dienen, die Revolutionsgarden, die Teil des Staatsapparates der Islamischen Republik sind, nicht offiziell in Terrorakte zu implizieren, gleichzeitig aber der westlichen Welt deutlich zu machen, zu was das Mullah-Regime bereit ist.
Verbindungen zur iranischen Revolutionsgarde
Wenig überraschend waren denn auch die Berichte, dass Mohammad al-Saadi in engem Kontakt mit Qasem Soleimani........
