menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

»Ich habe keine Heimat«

27 0
14.09.2026

14. September 2026 – 3. Tischri 5787

AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service

AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service

»Ich habe keine Heimat«

Eine Dokumentation über Albrecht Weinberg erzählt von Verfolgung, Erinnerung und der schwierigen Rückkehr in das Land der Täter

Es sind Worte, die nachhallen: »Ich habe keine Heimat.« Am Ende des Films steht dieser schlichte Satz, der viel über das Leben eines Mannes erzählt, der Deutschland verlassen wollte, um seine Vergangenheit hinter sich zu lassen – und schließlich doch zurückkehrte. Am vergangenen Sonntag feierte der Film im Münchner Rio Filmpalast Premiere. Rund 100 Gäste waren gekommen, darunter die Regisseurin Güner Yasemin Balcı, die aus Berlin angereist war.

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass viele Überlebende nach 1945 in die Städte und Regionen zurückgekehrt seien, in denen sie einst gelebt hatten. Doch, so sagte sie, »von einem Wiederfinden der Heimat erzählen diese Geschichten fast nie«.

Auch Weinbergs Rückkehr ins ostfriesische Leer ist keine klassische Heimkehr. Zu tief sitzen die Erinnerungen an Ausgrenzung, Verfolgung und die Konzentrationslager, die er und seine Geschwister überlebten. Mehr als 40........

© Juedische Allgemeine