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»Deutsch-jüdische Geschichte ist nichts Verstaubtes«

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28.06.2026

28. Juni 2026 – 13. Tamus 5786

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»Deutsch-jüdische Geschichte ist nichts Verstaubtes«

»Deutsch-jüdische Geschichte ist nichts Verstaubtes«

Der Judaist Alexander Dubrau über seine neue Aufgabe als Direktor des Leo Baeck Instituts Jerusalem, akademische Herausforderungen und den Austausch mit der breiten Öffentlichkeit

Herr Dubrau, Sie haben Ihr Amt mitten im Krieg zwischen dem Iran, Israel und den USA begonnen. Wie war dieser Neustart?Ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte, wir mussten sehr flexibel sein. Viele Veranstaltungen fanden über Zoom statt, andere wurden verschoben. Gleichzeitig haben wir versucht, online noch aktiver zu werden, mit Newslettern auf Englisch und Hebräisch, sowie über Facebook, Instagram und YouTube. Übrigens werden alle Veranstaltungen aufgezeichnet und online zugänglich gemacht. Über die Jahre ist so ein großer digitaler Schatz entstanden. Praktisch war die Situation schwierig. Unser Gebäude hat keinen Schutzraum, in den ersten Wochen war kaum jemand im Büro. Aber zugleich spürte man eine enorme Motivation weiterzumachen.

Sie haben lange bei der Jerusalem Foundation gearbeitet, wo Sie deutsch-israelische Projekte und zivilgesellschaftliche Kooperationen begleiteten. Warum passt auch das Leo Baeck Institut gut zu Ihnen?Ich sage immer: Ich brauche beides. Ich möchte Menschen zusammenbringen und Öffentlichkeitsarbeit machen, komme aber aus dem akademischen Bereich. Das Wissenschaftliche hat mir schon gefehlt. Das Leo Baeck Institut verbindet beide Welten: Forschung und Austausch mit der Öffentlichkeit.

Wie zeigt sich das konkret in der Arbeit des Instituts?Im Grunde gibt es zwei große Bereiche: die wissenschaftliche Forschung und die Arbeit mit der israelischen Öffentlichkeit. Das zeigt sich in Workshops, internationalen Konferenzen, Forschungsgruppen oder Vorträgen. Dazu kommen Publikationen wie unsere hebräische Zeitschrift, Monografien oder der »Jüdische........

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