menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Trumps Krieg gegen den Iran ist rechtswidrig. Aber ist er auch falsch?

14 0
02.03.2026

US-Präsident Donald Trump hat mit dem Angriff auf den Iran gegen nahezu alle demokratischen und völkerrechtlichen Regeln verstoßen – und könnte am Ende dennoch als moralischer Sieger dastehen. Nach dem Tod des theokratischen Führers Ajatollah Chamenei scheint das Mullah-Regime in Teheran am Ende zu sein. Niemand weiß, was nun folgt. Doch für die Iraner und den Rest der Welt ist der erzwungene Sturz einer mörderischen Diktatur zunächst eine gute Nachricht. Heiligt der Zweck am Ende alle Mittel?

Vor der Antwort auf diese schwierige Frage drücken sich insbesondere die Europäer. Deutschland, Frankreich und Großbritannien betonen, dass sie sich nicht am Angriff der USA und Israels beteiligt haben, und fordern eine friedliche Lösung des Konflikts am Verhandlungstisch. Gleichzeitig hoffen Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Kollegen in Paris und London auf einen Sturz der Mullahs in Teheran.

Kein Wunder, dass US-Senator Lindsey Graham den Europäern Doppelmoral vorwirft: Europa habe offensichtlich seine Leidenschaft verloren, „dem Bösen entgegenzutreten“, wenn es nicht vor der eigenen Haustür sei.

US-Präsident Donald Trump hat mit dem Angriff auf den Iran gegen nahezu alle demokratischen und völkerrechtlichen Regeln verstoßen – und könnte am Ende dennoch als moralischer Sieger dastehen. Nach dem Tod des theokratischen Führers Ajatollah Chamenei scheint das Mullah-Regime in Teheran am Ende zu sein. Niemand weiß, was nun folgt. Doch für die Iraner und den Rest der Welt ist der erzwungene Sturz einer mörderischen Diktatur zunächst eine gute Nachricht. Heiligt der Zweck am Ende alle Mittel?

Vor der Antwort auf diese schwierige Frage drücken sich insbesondere die Europäer. Deutschland, Frankreich und Großbritannien betonen, dass sie sich nicht am Angriff der USA und Israels beteiligt haben, und fordern eine friedliche Lösung des Konflikts am Verhandlungstisch. Gleichzeitig hoffen Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Kollegen in Paris und London auf einen Sturz der Mullahs in Teheran.

Kein Wunder, dass US-Senator Lindsey Graham den Europäern Doppelmoral vorwirft: Europa habe offensichtlich seine Leidenschaft verloren, „dem Bösen entgegenzutreten“, wenn es nicht vor der eigenen Haustür sei.


© Handelsblatt