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Nur Traumtänzer verzichten komplett auf Kernenergie

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10.03.2026

Die nächste Phase des weltweiten Ausbaus der Kernenergie läuft. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt am heutigen Dienstag in Paris zum zweiten internationalen Gipfel des zivilen Nuklearsektors.

Rund 60 Länder sowie Unternehmen, Investoren und internationale Organisationen sind gekommen. Allein diese breite Beteiligung zeigt, dass die zivile Nutzung der Kernenergie international eine neue Aufmerksamkeit erlebt. Das hat nicht mit ideologischen Gründen zu tun, sondern mit energiepolitischer Notwendigkeit.

Es ist zwar eine Illusion, zu glauben, Kernkraft sei kostengünstig. Viele aktuelle Projekte werden teurer als geplant und funktionieren oft nur mit staatlichen Garantien. Der Bau der Kraftwerke dauert zudem sehr lange. Beim Reaktorprojekt im französischen Flamanville wird seit fast zwei  Jahrzehnten gebaut.

Wer also angesichts des Irankriegs schnelle Lösungen gegen Abhängigkeiten von Öl und Gas sucht, sollte nicht erwarten, dass neue Atomkraftwerke kurzfristig helfen.

Die nächste Phase des weltweiten Ausbaus der Kernenergie läuft. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt am heutigen Dienstag in Paris zum zweiten internationalen Gipfel des zivilen Nuklearsektors.

Rund 60 Länder sowie Unternehmen, Investoren und internationale Organisationen sind gekommen. Allein diese breite Beteiligung zeigt, dass die zivile Nutzung der Kernenergie international eine neue Aufmerksamkeit erlebt. Das hat nicht mit ideologischen Gründen zu tun, sondern mit energiepolitischer Notwendigkeit.

Es ist zwar eine Illusion, zu glauben, Kernkraft sei kostengünstig. Viele aktuelle Projekte werden teurer als geplant und funktionieren oft nur mit staatlichen Garantien. Der Bau der Kraftwerke dauert zudem sehr lange. Beim Reaktorprojekt im französischen Flamanville wird seit fast zwei  Jahrzehnten gebaut.

Wer also angesichts des Irankriegs schnelle Lösungen gegen Abhängigkeiten von Öl und Gas sucht, sollte nicht erwarten, dass neue Atomkraftwerke kurzfristig helfen.

Zudem gibt es auch bei der Kernenergie Probleme mit dem Rohstoffbezug. Russland gehört zu den wichtigen Lieferanten von Kernbrennstoff und versorgt bis heute mehrere Kraftwerke in osteuropäischen EU-Staaten. Angesichts des Kriegs in der Ukraine ist das politisch schwierig. Zudem gibt es weiterhin kein Endlager für den radioaktiv strahlenden Abfall.


© Handelsblatt