Europa begreift bis heute nicht, welche Spielregel in der Kriegswirtschaft gilt
Die deutsche und europäische Politik tut sich schwer mit den neuen Realitäten in der Welt. Da hält man in Davos markige Reden und feiert den kanadischen Premier Mark Carney für seine klaren Worte, schafft es aber nicht, auch nur im Ansatz kraftvoll zu handeln. Während der Kanadier seine Wirtschaft mit Steuersenkungen und Reformen stärken möchte, halten wir am eingeschlagenen Kurs fest. Klima-, Energie- und Sozialpolitik: Nichts wird hinterfragt.
Dabei war das Theater um Grönland die deutliche Manifestation eines Paradigmenwechsels, der die Weltordnung grundlegend verändert. Den Startschuss dafür gab der 20. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas im Jahr 2022. Seither leben wir nicht mehr in einer Friedenswirtschaft. Wir befinden uns in einer Kriegswirtschaft, wie der in Hongkong lebende Franzose David Baverez in seinem 2024 erschienenen Buch „Welcome to the War Economy!“ ausführt.
In der Friedenswirtschaft, die seit 1989 herrschte, waren die Spielregeln einfach: Wer die beste Technologie, die besten Produkte, das beste Marketing hatte, gewann. Der Konsument war König. Die Lieferketten waren global und optimiert. Effizienz war........
