Was Europa nach Trumps Nato-Drohung zu verlieren hat
Trump: Drohung mit Nato-Ausstieg der USA / Social-Media: Sucht als Geschäftsmodell
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
weil er sich in seinem Irankrieg von den Europäern nicht unterstützt fühlt, droht US-Präsident Donald Trump so offen wie nie mit einem Austritt aus der Nato:
weil er sich in seinem Irankrieg von den Europäern nicht unterstützt fühlt, droht US-Präsident Donald Trump so offen wie nie mit einem Austritt aus der Nato:
Die Europäer reagierten darauf, wie man auf Trotzköpfe mit unterausgeprägter Impulskontrolle reagiert: Schulterzucken, den Trotzkopf wüten lassen, weitermachen. Eltern verstehen, was ich meine.
Tatsächlich kann Trump ohne Zustimmung des Kongresses das Bündnis nicht einfach verlassen. Insofern bleibt abzuwarten, was aus der Drohung wird. Aber dass er die Absicht so offen wie nie formuliert, führt das seit Trumps Amtsantritt ohnehin schlechte transatlantische Verhältnis zu einem neuen Tiefpunkt. Ein Epochenbruch scheint denkbar. Zudem auch Außenminister Marco Rubio, letzter Transatlantiker im Trump-Zirkel, den „Nutzen der Nato neu überprüfen“ will.
Jenseits aller zur Schau getragenen Gelassenheit in Europa würde ein „TrExit“ aus der Nato die Europäer hart treffen. Nicht nur, weil auffallen würde, wie schlecht sie noch immer verteidigungs- und außenpolitisch aufgestellt sind. Sondern auch, weil sie gegenüber Russland ziemlich nackt daständen: Trump drohte gestern Abend bereits, die Hilfe für die Ukraine einzustellen, sollte Europa nicht im Iran helfen.
