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VW kann Kompromisse schließen, aber reicht das?

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04.09.2026

VW: Aufsichtsrat überraschend für Sanierungsplan / Wahlen: Die zwei Fehler im Umgang mit der AfD

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

der VW‑Aufsichtsrat hat sich gestern Abend zur Überraschung vieler, und vor allem auch des Autors dieser Zeilen, auf einen Sanierungsplan geeinigt. Nach Wochen des Streits und der Lagerbildung in Aufsichtsrat und Vorstand genehmigte das Kontrollgremium einen Tag früher als geplant einstimmig in großen Teilen ein Konzept des Vorstands.

der VW‑Aufsichtsrat hat sich gestern Abend zur Überraschung vieler, und vor allem auch des Autors dieser Zeilen, auf einen Sanierungsplan geeinigt. Nach Wochen des Streits und der Lagerbildung in Aufsichtsrat und Vorstand genehmigte das Kontrollgremium einen Tag früher als geplant einstimmig in großen Teilen ein Konzept des Vorstands.

So will das Unternehmen weitere 50.000 Arbeitsplätze abbauen. Auch stehen die vier Werke Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm weiter auf der Kippe, beschlossen ist ihr Aus aber nicht. Darüber hinaus hat sich das Gremium auf eine Zielmarke von jährlich neun Millionen produzierten Fahrzeugen und einer operativen Umsatzrendite von rund neun Prozent bis zum Jahr 2030 geeinigt.

Um dieses Ziel zu erreichen, sinken die Investitionen im Zeitraum von 2027 bis 2031 auf 135 Milliarden Euro. Ursprünglich waren rund 160 Milliarden Euro geplant. Gescheitert ist das Ansinnen, die Marke VW aus dem Gesamtkonzern auszugliedern. Dagegen stellte sich vor allem das Land Niedersachsen.

Die Frage ist nun, was bei Europas größtem Autokonzern am Ende dieser Woche stärker wirkt: Die Erleichterung, ein Ergebnis erzielt zu haben. Oder die Erkenntnis, dass der Konzern mit seinen bisherigen Strukturen kaum arbeitsfähig ist. Die Börse neigt zu ersterem: Die Vorzugsaktien der Wolfsburger legten nachbörslich um 3,4 Prozent zu, die Papiere der VW-Dachgesellschaft und Hauptanteilseignerin Porsche SE um zwei Prozent.

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