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Die Freigabe der Ölreserven ändert nichts an der Notlage

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11.03.2026

Es ist die größte Freigabe von Ölreserven der Geschichte, die die Internationale Energieagentur (IEA) ins Spiel gebracht hat. Nach Zustimmung der Industriestaaten werden nun bis zu 400 Millionen Barrel an Ölvorräten freigegeben.

Doch was eindrucksvoll klingt, ist tatsächlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Allenfalls erkaufen sich die IEA-Mitgliedstaaten damit Zeit, doch an der Notlage ändert sich wenig.

Denn die Straße von Hormus ist weiterhin faktisch nicht passierbar. Durch die Meerenge wird fast ein Viertel der seewärtigen Öltransporte verschifft.

Ein Ende des Stillstands ist nicht in Sicht. Reedereien wollen ihre Besatzungen nicht den Sicherheitsrisiken aussetzen, die eine Durchfahrt mit sich bringen würde – versprochene US-Militäreskorte hin oder her.

Es ist die größte Freigabe von Ölreserven der Geschichte, die die Internationale Energieagentur (IEA) ins Spiel gebracht hat. Nach Zustimmung der Industriestaaten werden nun bis zu 400 Millionen Barrel an Ölvorräten freigegeben.

Doch was eindrucksvoll klingt, ist tatsächlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Allenfalls erkaufen sich die IEA-Mitgliedstaaten damit Zeit, doch an der Notlage ändert sich wenig.

Denn die Straße von Hormus ist weiterhin faktisch nicht passierbar. Durch die Meerenge wird fast ein Viertel der seewärtigen Öltransporte verschifft.

Ein Ende des Stillstands ist nicht in Sicht. Reedereien wollen ihre Besatzungen nicht den Sicherheitsrisiken aussetzen, die eine Durchfahrt mit sich bringen würde – versprochene US-Militäreskorte hin oder her.

Und selbst wenn die Wasserstraße wieder vollständig passierbar wäre, würde es mindestens einen Monat dauern, bis sich die Ölproduktion wieder normalisiert. Denn Produzenten am Golf haben bereits ihre Förderung wegen der stillstehenden Tanker reduzieren müssen.

Insgesamt fallen derzeit laut Analysten der Citigroup täglich bis zu 16 Millionen Barrel aus der Golfregion weg. Die Reserven, die nun freigegeben werden sollen, können diesen Wegfall nicht komplett auffangen.


© Handelsblatt